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Der Bär im Zoo Osnabrück

Im Zoo Osnabrück wurde gestern ein Bär erschossen. Die Medien berichten darüber. In den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke wird darüber diskutiert. Die Menschen haben die unterschiedlichsten Meinungen. Einige haben Verständnis. Andere betiteln denjenigen, der den Schuss abgefeuert hat, als Mörder. Doch die wenigsten Menschen, die darüber urteilen, waren wirklich dabei. Ich war da, als die tödlichen Schüsse fielen. Direkt am Bärengehege. Mit meiner Frau und meinen beiden Jungs.

Es sollte ein herrlicher Samstagmorgen werden. Das jedenfalls verkündeten die vielen Vögel, die sich singend in unserem Garten versammelt hatten. Klänge und Melodien, die ich lange nicht gehört habe. Und auch der Himmel über unserem Ort versprach einen schönen Tag. Also beschlossen wir, gemeinsam mit der ganzen Familie, in den Zoo Osnabrück zu fahren.

Zu Weihnachten haben wir eine Familienkarte für den Zoo bekommen. Dementsprechend möchten wir das Angebot, so oft es geht nutzen. Wir fuhren los und am Parkplatz in Osnabrück angekommen bemerkten wir schnell, dass wir mit unserer Idee nicht alleine waren. Zahlreiche Besucher, viele mit kleinen Kindern an den Händen, strömten zum Eingang.

Die Bären im Kajanaland

Wir spazierten durch den Zoo. Vorbei an den Affen, Löwen und Seehunden. Wir durchschritten das Tor zum Kajanaland. Über einen erhöhten Holzpfad hat man die Möglichkeit von oben in die verschiedenen Areale zu blicken und die Tiere von oben zu beobachten. Im Vorfeld hatten wir unseren Jungs schon von den beiden Bären erzählt. Tips und Taps. Doch wir konnten nur einen Bären entdecken.

Der Zoo Osnabrück bietet nicht nur das Kajanaland als Attraktion an.  Infolgedessen bewegten wir uns weiter durch die verschiedenen Landschaften. Wir machten Pausen auf den Bänken, die Jungs spielten auf den verschiedenen Spielplätzen und wir aßen und tranken auf einem erhöhten Sitzplatz im Takamanda-Areal.

Gegen 14:00 wurden die Jungs müde. Doch bevor wir zum Ausgang gingen, wollten sie noch einen Blick auf die Seehunde werfen. Anschließend wollte ich gerne noch einmal durch das Kajanaland gehen, in der Hoffnung einen ersten Blick auf den zweiten Bären zu bekommen. Doch das sollte mir nicht gelingen.

Der Bär im Zoo Osnabrück wurde erschossen

Auf dem Weg zum Bärengehege rannte ein Pfleger an mir vorbei und verschwand hinter den Büschen. Kurze Zeit später rauschten zwei Fahrzeuge zum gleichen Ort. Die Fahrer, die ebenfalls Pfleger waren, sprangen hinterher. Vor uns stand ein Paar, die sich umdrehten und sagten, dass einer der Bären ausgebrochen sei. Sie hätten ihn gerade gesehen. Wir sollten uns auf die Brücke begeben.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir keine Chance eines der Gebäude auf dem Platz zu erreichen. Auch der Ausgang des Zoos war keine Alternative, denn in diese Richtung hatte sich der Bär begeben. Wir standen also in der Nähe des Bärengeheges mit geschätzt 80 weiteren Menschen auf einer Brücke, die Teil des erhöhten Holzpfades, direkt über dem Bärengehege war.

Den Kindern, die auf der Brücke waren, konnte man die Nervosität anmerken. In den Gesichtern einiger Erwachsener konnte man die pure Angst lesen. Die Situation war angespannt, weil niemand wirklich wusste, was los ist. Lautsprecheransagen, die von dem Ausbruch des Bären berichteten, haben wir nicht mitbekommen. Niemand hat mit uns gesprochen. Niemand wusste, was wirklich los war. Infolgedessen waren einige natürlich ziemlich aufgebracht. Polizeisirenen rauschten an unseren Ohren vorbei und nur wenige Sekunden später fielen Schüsse. Eins. Zwei. Drei. Vier. Und immer noch keine Information aus den Lautsprechern. Selbst nach längerem Warten nicht.

Die Kommentare im Internet

Irgendwann gingen wir einfach los. Richtung Ausgang. Doch wir kamen nicht weit. Plötzlich war der Bereich gesperrt. Man sagte uns, wir müssten einen anderen Weg Richtung Ausgang nehmen. Warum? Das wurde uns nicht gesagt, doch natürlich kannten wir den Grund. Oben, auf der Brücke, hatten sich die Menschen darüber unterhalten. Vor uns, das Paar, sie hatten gesehen, wie der Bär davonlief. Jedoch haben wir – während der ganzen Zeit – vom Zoo selbst keine Informationen erhalten. Mit anderen Worten: Sollte der Zoo Warnungen, Ansagen oder ähnliches gemacht haben, sie haben uns nicht erreicht.

Wenig später postete ich ein Foto. Auf Facebook. Mit einem kurzen Text. Über den Sachverhalt. Dann fuhren wir nach Hause. Zu Hause angekommen, las ich die Kommentare. Ich entschloss mich sofort dazu, den Beitrag wieder zu löschen. Mitsamt den Kommentaren.

Auch auf der Facebook-Seite des Zoos wurde heftig kommentiert. Die Meinungen gingen dabei weit auseinander. Zeigten einige der User Verständnis, so entglitt anderen die Sprache und sie legten ein Benehmen hin, das von keinem zeugt. Doch die meisten der Kommentatoren verband eine Sache: Sie waren nicht dabei!

Falsche Berichterstattung führt zu falschen Meinungen.

Bär
Dieses Foto entstand um ca. 14:10. Das Bärengehege, aus dem der Bär ausgebrochen ist, liegt nur wenige Schritte entfernt.

Und auch die zahlreichen Journalisten, die über den Vorfall berichteten, waren nicht dabei. Anders kann ich es mir einfach nicht erklären, dass ich so oft lesen musste, dass der Zoo evakuiert wurde. Das stimmt nicht. Zu keinem Punkt. Wir liefen direkt in die Richtung des Geschehens. Und wer weiß, was geschehen wäre, hätte unser ältester bei den Seelöwen nicht so getrödelt und geträumt.

Dessen ungeachtet geht es mir jetzt aber um die Kommentare. Und diese einseitige Sichtweise, mit denen viele der Verfasserinnen und Verfasser sich dem Thema widmen, macht mich irgendwie traurig. Als Vater. Und als Tierfreund. Ja. Ganz sicher wäre mir eine Betäubung lieber gewesen. Aber ich kann einfach nicht sagen, ob das möglich gewesen wäre.

Der Zoo war nicht evakuiert. Wir liefen in der Gefahrenzone rum. Die Schüsse hörten wir aus nächster Nähe. Und ich möchte nicht in der Haut desjenigen oder derjenigen sein, die die Schüsse abgefeuert hat. Denn diese muss sich nun, aufgrund ihrer Entscheidung, die übelsten Vorwürfe anhören. Und ganz bestimmt fällt es niemanden leicht, seinen Schützling zu töten.

Die besten Kommentare

Unter dem Artikel einer regionalen Zeitung kommentiert eine Frau, dass die Zoos ein Verbrechen an der Tierwelt sind. Sie beklagt, dass der Bär im Zoo Osnabrück getötet wurde und betitelt den Schützen als Mörder.

Ich klicke auf ihr Profil. Sie hat zahlreiche Profilfotos. Mal im Urlaub am Strand, mal in den Bergen. Vielleicht Österreich. Keine Ahnung. Allerdings trägt sie auf dem Foto ein Parka aus dem Hause Woolrich. Tolle Farbe, schön geschnitten, modischer Pelzbesatz an der Kapuze. Kojote. Echtpelz.

In einer Statusmeldung des Zoo Osnabrück schreibt ein Mann, dass wieder Mal ein Tier für die Belustigung der Menschen sterben musste. Er schrieb, dass sich die Menschen schämen sollten. Aufgebracht. Sauer. Unterstrichen mit bösen Emoticons.

Auch sein Profil besuche ich. Vieles ist öffentlich. Unter anderem auch die Fotos des Grillfestes des örtlichen Sportvereins. Er steht am Grill. Über den Flammen brutzeln Steaks, Würste und andere Leckereien. In der Hand hält er die Grillzange. In der Zange hält er eine Wurst, in die er herzhaft beißt. Mit einem Lächeln.

Ich antworte ihm, dass ich vor kurzem beruflich in einem Schlachthof war. Dort würden jeden Tag ca. 5.000 Tiere getötet. 35.000 in der Woche. Des Weiteren schrieb ich, dass mir der Betriebsleiter erzählte, dass diese Schlachterei keine der größten Schlachtbetriebe sei. In anderen Betrieben würden 35.000 Tiere am Tag geschlachtet. Ein Teil der Tiere würden zum Beispiel für regionale Sportvereine getötet, damit die ein herrliches Grillfest veranstalten können, auf dem die Grillmeister dann Fotos mit Wurst zur Belustigung anderer machen können.

Entscheidungen sind nicht immer richtig oder falsch.

Dann gibt es natürlich die Kommentare, die durchaus ihre Berechtigung haben. Die Fragen aufwerfen, die ich mir selbst stellen würde, wäre ich nicht dabei gewesen. Die Frage nach der Betäubung. Und ob diese nicht möglich gewesen wäre.

Durch die Berichterstattung in vielen Medien gibt es in den Köpfen der Menschen falsche Bilder. Bilder von einem evakuierten Zoo in dem sich nur die Pfleger und der Bär befinden. Bilder von einem Zustand, in dem es genug Zeit gegeben hätte. Fakt ist aber: Die Bilder sind falsch.

Der Zoo war nicht evakuiert. Wir standen am Rande des Geschehens. Die Schüsse fielen nicht weit von uns entfernt. Kinder liefen durch die Gegend. Menschen gingen umher. Ich kann nicht sagen, wie die Situation direkt an dem Platz war, an dem der tödliche Schuss fiel. Aber wahrscheinlich war es hier auch so, dass es eben keine Zeit gab.

Die Person, die den entscheidenden Schuss abgefeuert hat, traf eine Entscheidung. Und es stellt sich einfach nicht die Frage, ob diese Entscheidung falsch oder richtig war. Denn das kann man einfach in diesem Fall nicht beurteilen.

Was wäre wenn?

Menschen waren in Gefahr. Kinder waren in Gefahr. Wer etwas Gegenteiliges behauptet, war nicht dabei. Die Pfleger vom Zoo Osnabrück mussten reagieren. Schnell und effektiv. Sie mussten sich entscheiden und das haben sie getan. Ob diese Entscheidung falsch oder richtig war, darüber werde und darf ich nicht urteilen. Und dieses Urteil zu fällen steht in diesem Zusammenhang niemanden zu.

Was wäre gewesen, wenn der Bär aufgrund seiner Nervösität und dem Adrenalin ein Kind angegriffen hätte. Was wäre, wenn er seine riesige Tatze durch das Gesicht eines kleinen Mädchens gezogen hätte oder mit seinen scharfen Zähnen einen Jungen getötet hätte?

Wie wäre es ausgegangen, hätte der Pfleger sich anders entschieden? Fakt ist: Wir können es nicht sagen. Niemand kann es sagen. Es hätte gut gehen oder zur totalen Katastrophe werden können.

Jammern und verurteilen.

Viele Menschen jammern gerne. Viele Menschen stellen sich mit ihren Urteilen gerne über andere. Sie erheben sich und werden zum Sprachrohr. Nirgends ist es leichter als im Internet. Und wenn man seine Informationen nur aus den Medien bekommt, die im Grunde genommen nur das Schreiben können, was man ihnen diktiert, dann ist es umso verwerflicher sich ein Urteil zu bilden. Ein Urteil das – jedenfalls in diesem Fall – eben nicht auf Fakten beruht.

Ich war da. Ich habe es gesehen. Und ich bin dankbar, dass sich jemand entschieden hat. Zwar bin ich traurig, dass der Bär im Zoo Osnabrück sein Leben verloren hat. Doch gleichzeitig bin ich dankbar, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Deshalb werde ich kein Urteil über andere fällen und denke, dass das niemand tun sollte.

Laufen lernt man nur durch Hinfallen.
Jammern wir zu viel?

47 Kommentare

  1. Monika
    12. März 2017 at 10:01 — Antworten

    Superklasse geschrieben….Wie immer. Menschen urteilen oft vorschnell.

  2. 12. März 2017 at 10:37 — Antworten

    Sehr guter Bericht. Ich war selbst auch hier nicht da und habe nur die headline der Not gelesen… Denen ich nebenbei bemerkt ohnehin nicht glaube da sie sich für meinem Geschmack zu sehr auf BILD Niveau bewegen.
    Ich denke auch dass wenn es die Möglichkeit einer Betäubung gegeben hätte, das auch bevorzugt worden wäre. Die pfleger mussten ihren Schützling töten, das ist niemals leicht und vorallem wird sowas nicht leichtfertig entschieden.
    Die Entscheidung der Tötung ist auch nicht worüber man diskutieren soll oder kann. Mich würde nur mal interessieren wie der Bär ausgebrochen ist. Denn das ist letztlich das einzige wo diskutiert werden sollte. Wie entkam der Bär. Hat er sich durchgebuddelt? Hat jemand die Zäune sabotiert oder hat jemand vergessen das gehege zu verschließen? Oder oder oder. DAS ist das einzig wichtig um so eine Tragödie für Mensch und Tier zu verhindern.

    • 12. März 2017 at 15:11 — Antworten

      Hallo Tama,
      wie der Bär entkommen ist, kann ich leider nicht beantworten. Allerdings glaube ich persönlich nicht an Sicherheit. Jedenfalls nicht an 100 %ige Sicherheit. Und ich glaube, dass das Gehege in regelmäßigen Abständen kontrolliert wird. Allerdings kann man natürlich nicht den ganzen Tag neben dem Zaun stehen und darauf achten, dass nichts passiert. Nun kann man natürlich darüber diskutieren, warum es geschehen ist. Doch viel besser wäre es, darüber zu sprechen, was man jetzt macht und wie man das Alles verbessern kann. Was geschehen ist, ist geschehen. Schuldzuweisungen helfen niemanden und machen nicht wieder gut, was passiert ist. Nach vorne blicken, akzeptieren, was geschehen ist und das, was man verbessern kann, verbessern – das ist jetzt das Wichtigste.

  3. 12. März 2017 at 11:15 — Antworten

    Hallo Torsten!

    Ich bin gerade durch Zufall auf deinem Blog gelandet, als ich den Hinweis auf diesem Artikel bei Facebook gesehen habe. Erst einmal vielen Dank für diesen tollen Einblick in die Situation bzw. hinter die Kulissen des gestrigen Geschehens. Als Osnabrückerin habe ich mir natürlich auch direkt die Frage gestellt, ob es nicht eine andere Möglichkeit gegeben hätte, diese zweifelsohne gefährliche Situation zu deeskalieren. Denn in allen (Eil-)Meldungen war die Rede davon, dass der Zoo zu dem Zeitpunkt, als der tödliche Schuss fiel, bereits evakuiert worden war. Offenbar war dem nicht so, was das Vorgehen umso verständlicher macht. Allerdings muss ich auch die Berichterstatter in Schutz nehmen. Da ich selbst als freie Redakteurin und Journalistin tätig bin, kann ich hierzu sagen, dass man sich in solch einem Fall auf die offiziellen Pressemeldungen und Informationen stützen muss, die seitens des Zoos rausgegeben werde. Wenn sich nun durch Augenzeugenberichte herausstellt, dass die Faktenlage anders als angenommen war, sollte es weitere (korrigierende) Meldungen in den Medien geben. Mal schauen, was da noch so komm. 😉 Also noch einmal vielen Dank für diesen guten Einblick!

    Viele Grüße,

    Sina

    • 12. März 2017 at 15:07 — Antworten

      Hallo Sina,
      ich wollte mit meinem Artikel der schreibenden Zunft natürlich nichts böses unterstellen. Doch wenn ein Artikel falsch ist, ist er falsch. Das liegt allerdings, wie Du bereits geschrieben hast, welche Infos man als Journalist bekommt. Heute müssen die Artikel schneller denn je online gehen, denn jede Minute, die man wartet, kostet Geld. Das ist leider so und garantiert kein Vorteil.

  4. 12. März 2017 at 11:18 — Antworten

    Hallo und vielen Dank für diesen wirklich vernünftig, sensibel und einfach richtig guten Artikel. Es war bestimmt kein einfacher Tag, der nicht einfach zu verarbeiten ist. LG Christina aus Berlin

    • 12. März 2017 at 18:52 — Antworten

      Hey Christina,
      ehrlich gesagt, hab ich das relativ gut weg gesteckt. Ich hatte keine Angst und habe mich ziemlich sicher gefühlt. Dementsprechend war alles gut. Aber trotzdem: Danke. 😀

  5. 12. März 2017 at 12:18 — Antworten

    Danke für deinen tollen Artikel. Ich finde es auch nicht richtig in schwarz und weiß einzuteilen…

    • 12. März 2017 at 18:53 — Antworten

      Das geht auch nicht. Es gibt so viele verschiedene Gründe, Eindrücke, Sichtweisen, die niemand kennt und sieht – außer eben das Team des Zoos. Und ich finde, dieses hat alles richtig gemacht.

  6. Schimpansentante
    12. März 2017 at 16:33 — Antworten

    Danke, Torsten, für den Beitrag – ich hoffe, er nimmt vielen ein wenig Wind aus den Segeln.

  7. Petra Hövelkamp
    12. März 2017 at 18:18 — Antworten

    Sehr guter und sachlicher Bericht. Auch ich war nicht dabei, aber noch wenige Minuten vorher im Schölerberg unterwegs, also beinahe dabei. Auch ich bin traurig über den Tod des Bären. Auch ich kann nicht beurteilen, ob es eine Alternative zum Erschießen gegeben hatte. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass kein Pfleger ein Tier erschießt, wenn es eine andere Möglichkeit gegeben hätte. Daher habe ich großen Respekt vor dieser schwierigen Entscheidung des Schützen. Dadurch wurde schlimmeres verhindert und kein Mensch wurde verletzt oder gar getötet.

    • 12. März 2017 at 18:56 — Antworten

      Wahrscheinlich gab es keine. Bären, so habe ich gelesen, sind nach dem Winterschlaf etwas aggressiver als sonst. Eine Betäubung hätte bis zu zwanzig Minuten gebraucht um zu wirken, auch, weil der Adrenalinspiegel des Bären dementsprechend hoch war. Der Zoo war nicht evakuiert, überall liefen Menschen – zum Teil mit Kindern – herum. Wie gesagt, ich weiß es nicht, aber ich denke, dass eben jene Entscheidung durchaus berechtigt war.

  8. Steffi
    12. März 2017 at 19:35 — Antworten

    Wir waren auch im Zoo…und standen mit unseren zwei Kindern und einem befreundeten Paar mit ebenfalls zwei Kindern am Löwengehege. Auf einmal richteten sich alle Löwen auf…drehten sich allesamt nach links…sie beobachteten. Meine Freundin sah durch die Scheibe, um ihrem Blick zu folgen und sah den Bären. In dem Moment kamen Menschen aus der Richtung gelaufen und schrien, dass wir rennen sollten… Wir rannten bis zum Giraffengehege und wurden von Mitarbeitern aufgefordert bis zum Affenhaus weiterzulaufen.
    Die Kinder waren so geschockt. ..sie weinten…
    Zum Glück ist niemand verletzt worden!!!! Und ja, es ist traurig, dass der Bär erschossen wurde. Aber ganz ehrlich, wir waren einfach nur froh, dass niemand verletzt wurde. Es war bestimmt nicht leicht für den Mitarbeiter diese Entscheidung zu treffen…aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es an diesem Tag, an dem der Zoo wirklich rappelvoll war, die richtige Entscheidung war.

    • 12. März 2017 at 20:37 — Antworten

      Krass. Ja, das ist keine schöne Geschichte. Hoffentlich geht es Euch, Euren Kindern und auch allen anderen gut. Hoffentlich stecken die Kids das gut weg.

    • Björn
      12. März 2017 at 21:22 — Antworten

      Wir waren auch bei den Löwen und haben genau dieses Verhalten auch beobachtet und uns gewundert, haben den Bären in dem Moment aber nicht gesehen. Wir gingen ein Stück weiter links Richtung Ausgang, in dem Moment liefen einige Menschen an uns vorbei bzw. Kinder auf Rollern die vorbeifuhren, ich hörte nur „ein Bär wäre ausgesprochen“. In den Moment schaute ich zurück und sah dem Bär vielleicht für eine Sekunde über das Löwenrodell in den Büschen verschwinden. Dann „beeilten“ wir uns auch dort wegzukommen. Als wir unten bei den Klammeraffen waren kam er dann aus dem Unterholz und ging die Treppe zum Affenhaus runter, das werde ich nicht vergessen . .. dann nichts wie weg da. Einige Minuten später hörten wir dann die Schüsse, da waren wir schon aud dem Zoovorplatz.

  9. Chrissi
    12. März 2017 at 19:47 — Antworten

    Danke!! Mich kotzt es auch langsam an. Ich arbeite auch im Zoo. Allerdings in einem anderen. Und seit gestern bekomme ich sooo viele Nachrichten ob es richtig oder falsch war. Es versteht halt niemand das man die Situation nicht „Proben“ kann.
    Klar jeder Zoo hat einen Notfallplan, aber Fakt ist, das man diesen quasi nie befolgen kann. Kein Pfleger würde seine Tiere freiwillig erschießen!
    Eine Narkose gerade bei so einem großen Tier dauert seine Zeit. Vor allem wenn der Adrenalinspiegel hoch ist, kann es gut 20-25 Minuten dauern bis das Tier schläft. Die dosierung muss wegen dem Adrenalinspiegel angehoben werden, das würde der Bär genauso wenig überleben. Wenn man pech hat, man dosiert das mittel ja quasi über.
    Es gibt leider auch Leute unter denen die schreiben, das dass personal in qualifiziert genug ist. Das ist auch eine aussage, wo ich denke, ihr arbeitet nicht im Zoo, ihr könnt dieses urteil garnicht fällen. Keiner von denen weiß wie hoch der Stressfaktor teilwese ist, wie sehr man manchmal unter druck gesetzt wird. Es gibt Tage da rennt man alleine in einem drei Mann-Revier und das bei den Raubtieren, Tiere sind nun mal keine Computer die man nach 8 stunden runterfährt und morgen weiter macht, sowas geht im Zoo einfach nicht.

  10. Frauke
    12. März 2017 at 20:16 — Antworten

    Sehr gut geschrieben, ich frage mich nur wer ist Schuld am Ausbruch des Bären , das ganze hätte erst gar nicht passieren dürfen.

    • 12. März 2017 at 20:34 — Antworten

      Die offizielle Pressemeldung – Natürlich hätte das nicht passieren dürfen. Aber es ist nun einmal passiert. Einen Schuldigen zu suchen, bringt in diesem Fall niemanden was, denn es gibt keinen. Viel mehr muss man schauen, was man in der Zukunft besser macht.

  11. Jörg Wißmann
    12. März 2017 at 20:27 — Antworten

    Sehr anschaulich und sachlich geschrieben…ich selber war nicht anwesend, aber habe lange Jahre mit dem Zoo Osnabrück zusammen gearbeitet. Jedes Tier liegt den Pflegern am Herzen, in allen Bereichen. Die Entscheidung des Erschiessens ist den Verantwortlichen sicher nicht leicht gefallen und war der wahrscheinlich einzige Ausweg, um eine Tragödie zu verhindern. Respekt an den Zooinspektor und seine tollen und besonnenen Mitarbeiter.

    • 13. März 2017 at 9:10 — Antworten

      Ich denke, dass diese Entscheidung in den meisten Fällen nicht gerade eine leichte Entscheidung ist. Und ich denke, viele wären in dem Moment wirklich überfordert gewesen.

  12. Sarah Kr
    12. März 2017 at 20:46 — Antworten

    Hallo 🙂
    Erstmal möchte auch ich sagen, dass der Artikel sehr authentisch geschrieben ist.
    Ich bin Tierpflegerin und muss sagen, dass es in meinen Augen keine Entscheidung gegeben hat. In der Ausbildung werden wir viel im Bereich Sicherheit geprüft und müssen sämtliche Situationen aufklären und lösen. Sicherlich läuft so ein Lösungsweg nicht überall gleich ab aber eins steht immer an erster Stelle: sobald/solange die Gefahr besteht, dass ein Menschenleben, durch ein ausgebrochenes Tier, gefährdet werden kann, wird das Tier getötet!
    Eine Narkose ist nur denkbar wenn diese Gefahr zu 100% ausgeschlossen werden kann… Was sind nämlich die Gefahren einer Narkose?
    1) wenn das besagte Tier nicht erst letzte Woche gewogen wurde kann man das Gewicht nur schätzen (was auch gerade bei Bären sehr schwer ist) und somit auch nur ungefähr die richtige Dosis wählen
    2) selbst wenn man für das Tier die richtige Dosis ermittelt hat spielt der Adrenalinspiegel eine wichtige rolle, die eigentlich richtige Dosis kann quasi wirkungslos bleiben oder es kommt leicht zu einer Überdosis
    3) im ersten Moment nach dem Schuss, selbst wenn es vielleicht nur Sekunden sind, steigt der Adrenalinspiegel nochmal um ein unermessliches an und gerade bei männlichen Tieren auch die Aggression, das heißt, das Tier ist noch unberechenbarer

    Ich finde es immer wieder traurig wenn ich solche Schlagzeilen lesen muss, dass Tiere ihr leben verlieren mussten weil sie ausgebüxt sind. Man kann es drehen und wenden wie man will, Grund dafür ist immer der Mensch. Entweder wurden Fehler bei den Kontrollen etc. gemacht oder sogenannte Tierrechtler waren wieder im Einsatz.
    Was ich bei Ihrer Story jedoch absolut nicht nachvollziehen kann ist, wie es sein kann, dass Sie nur durch andere Besucher erfahren haben was denn da gerade los ist, sowas darf nicht sein! Aber das zeigt mal wieder, dass man in der Theorie noch so viel durchgehen und üben kann, sich auf alle Eventualitäten vorbereiten und dagegen aufrüsten kann, es jedoch keine Garantie dafür ist, dass es auch mit der Umsetzung klappt wenn es dann mal wirklich hart auf hart kommt.
    Ich persönlich bin sehr froh darüber, dass ich selber noch nie in so eine Situation geraten musste.

    Zum Schluss noch eine Aussage von einem meiner Berufsschulllehrer, welche ich sehr gerne wiedergebe wenn ich mich mit Leuten unterhalte die es, gerade bei solchen Themen, verurteilen wenn das Leben eines Menschen vor das Leben eines Tieres gestellt wird:
    ‚Stell dir vor du hast eine Waffe und wirst von einem Löwen angegriffen, würdest du den Löwen erschießen um dein Leben zu retten? ‚
    Wer darauf mit „Nein, da kann der Löwen ja nichts für“ antwortet lügt!

    Ich liebe und schätze Tiere wirklich sehr! Sie sind so wertvolle Geschöpfe und ich trauere um jedes einzelne welches sein Leben lassen muss aufgrund menschlicher Dummheit. Dennoch würde auch ich ohne zu zögern ein Tier töten wenn mein Leben davon abhängt.

    Tut mir leid, dass es so viel geworden ist.
    Ich wünsche noch einen wunderschönen Restsonntag 🙂
    Liebe Grüße, Sarah

    Ps. : Ich entschuldige mich für sämtliche Rechtschreib- und Grammatikfehler.

    • 13. März 2017 at 9:13 — Antworten

      Ich hatte zwischenzeitlich Kontakt mit dem Zoo. Man hat auf Durchsagen verzichtet um eine Panik zu verhindern, was jetzt, im Nachhinein, durchaus sinnvoll war. Hätten wir am Bärengehege davon erfahren, dass ein Bär ausgebrochen ist, wir wären sicherlich Richtung Ausgang gerannt. Dorthin, wo sich der Bär befand.

      So wie es war – in dem wir nur vermuten konnten – blieb ich relativ ruhig.

  13. 12. März 2017 at 22:04 — Antworten

    Vielen Dank für diesen ehrlichen und gut geschriebenen Artikel, freut mich das ich deinen Blog gefunden habe und den Vorfall aus der Sicht von einem Besucher beschrieben lesen darf.

    Viele Grüße vom Sven dem Osnastadtkreisblogger

    https://osnastadtkreisblogger.wordpress.com/

  14. tina
    12. März 2017 at 22:07 — Antworten

    sehr gut geschrieben finde ich klasse……. wer nicht da war hat auch kein recht zu urteilen……

  15. Eike Elser
    12. März 2017 at 22:16 — Antworten

    Danke für diesen ausgewogenen Text – er beschreibt mehr als deutlich das Problem hinter den Berichten und Kommentaren und ich freue mich zu lesen, dass es eben doch noch Zeitgenossen gibt die vor dem Tippen oder Sprechen denken. Das lässt hoffen.

  16. Sven
    12. März 2017 at 22:23 — Antworten

    Hallo torsten…erstmal ein respektvolles „Danke schön“ für die sachliche Darstellung der Situation. Wir wohnen in der Nähe des Zoos und sind regelmäßige Besucher von diesem. Als ich die ersten Nachrichten bezüglich des Ausbruches der Bärin gelesen habe, war mir etwas mulmig zu mute. Zudem war ich über etliche Kommentare wie … „Da ist ja im Zoo der Bär los „erschrocken …. und was im Nachhinein alles für ein Zeug geschrieben wurde, haben ja wohl viele Menschen gelesen.Umso wertvoller finde ich deinen Bericht und auch viele Kommentare hier, die verständlich und sachlich geschrieben wurden ,um rückwirkend die Situation besser einschätzen zu können.Das hat mehr geholfen, als vieles andere was veröffentlicht wurde!!!!Super gemacht

  17. Anja
    12. März 2017 at 23:07 — Antworten

    Hallo Torsten, dein Artikel hat mich sehr beeindruckt. Ich bin Osnabrückerin und habe Tips und Taps schon als kleine Bärenkinder gesehen. Damals sahen sie noch aus wie kleine Kuscheltiere, aber inzwischen sind es ausgewachsene Raubtiere geworden.
    Ich persönlich finde die Entscheidung der Tierpfleger absolut richtig, denn was wäre los gewesen wenn etwas passiert wäre?
    Ich als regelmäßige Zoobesucherin werde Tips zwar vermissen, aber meiner Meinung nach ist völlig richtig gehandelt worden.

  18. Eva Neumeister
    13. März 2017 at 3:24 — Antworten

    Anzugeben sich in einem Wildtierzoo aufzuhalten und sich gleichzeitig als „Tierfreund“ zu bezeichnen – sorry, aber geht’s bitte noch etwas perverser?
    Unschuldige Kinder sollten nicht im Zoo sterben – ein Bär aber ebenso wenig. Obschon er sich sicher dankbar schätzen kann – denn was für ein Leben ist das schon.

    • Laura
      13. März 2017 at 19:05 — Antworten

      Sehe ich genauso. Ich stimme dem Bericht in vielerlei Hinsicht zu (besonders dem Abschnitt, der aufzeigt wie hypokratisch viele Menschen leben (Echtpelz tragen und Fleisch essen, sich aber für Tierrechte einsetzen), danke dafür!), allerdings muss ich auch sagen, dass ein Tierfreund nicht in den Zoo oder Zirkus gehen sollte.

      • 15. März 2017 at 9:44 — Antworten

        Hey Laura, vielen Dank für Deinen Kommentar. Die Sache mit dem Zoobesuch. Darüber habe ich noch nie wirklich nachgedacht, dementsprechend habe ich keine Ahnung. Beim Zirkus bin ich aber auf jeden Fall auf Deiner Seite, bei dem Zoobesuch, brauche ich noch Zeit. 😉

  19. […] Ein Bekannter befand sich an diesem Tag mit seiner Familie im Osnabrücker Zoo und musste die Situation aus nächster Nähe miterleben. (Sein Beitrag) […]

  20. Lisa
    13. März 2017 at 7:45 — Antworten

    An sich ein echt guter Text. Klar war man nicht dabei, aber die Entscheidung zeigt, dass ein Menschenleben mehr wert ist als ein Tierleben. Wenn etwas passiert wäre, wäre das natürlich schlimm, aber irgendwo auch von den Menschen selbstverschuldet meiner Meinung nach.

  21. Tanja Strate
    13. März 2017 at 8:27 — Antworten

    Hallo Thorsten,

    es ist schön mal eine andere Sichtweise zu lesen. So ergibt alles einen Sinn.
    Denn wenn evakuiert worden wäre, hätte man den Bären mit einem Betäubungsschuss außer Gefecht setzen können. Dies wäre so allerdings viel zu gefährlich gewesen.
    Doch eins muss man dem Zoo vorwerfen.
    Wie kann es überhaupt passieren, dass sich ein Bär aus dem Gehege befreien kann. Werden diese nicht täglich kontrolliert?

    Gruß Tanja Lichtfee

  22. Tanja
    13. März 2017 at 9:09 — Antworten

    Danke für die Sichtweise und der Beschreibung wie es an diesem Tag wirklich gewesen ist. Hatte selbst auch eine andere Sichtweise. Bin auch ein Gast der an diesem Tag mit meinem Kind nicht da war.
    Meine Meinung hat sich nach diesem Bericht hier aus sehr geändert. Man Urteilt manchmal leider einfach zu schnell. Ich bin froh an diesem Tag nicht mit meiner Familie da gewesen zu sein.
    Tut mir schrecklich leid für die Bärin. Aber habe auch gelesen das sie in Angriffstellung ging und aus dem Winterschlaf kam wo Bären sehr gereizt geagieren. Es hätte jeder so gehandelt wenn er in der Situation des Pflegers gewesen wäre.

  23. Stefan
    13. März 2017 at 9:30 — Antworten

    Hallo Torsten,
    ich meine, es ist doch vollkommen klar und nachvollziehbar, wenn ich oder meine Familie in Gefahr bin, bin ich froh um jede Hilfe und da mit dem Bär leider nicht verhandelt werden kann wehrt mensch sich eben, so gut er kann. Ich meine, in der Not ist dies sehr legitim.

    Die eigentliche Tragödie an dieser Geschichte ist nicht der erschossene Bär, die Tragödie ist dieser und alle Zoos als solches. mensch sollte inzwischen, im 21. Jahrhundert erkannt haben, dass es falsch ist, fühlende, leidensfähige und denkende Lebewesen zu seiner Belustigung in Gehege und Käfige zu sperren um daraus kommerziellen Profit zu schlagen. Dies gilt insbesondere für große und wilde Tiere. Sie gehören weder in einem Zoo noch in einem Zirkus ausgestellt. Sie gehören einzig in die Freiheit, in den Lebensraum, der ihnen zusteht und den wir ihnen -völlig ohne Not- ihr Leben lang vorenthalten. Zahlreiche Studien belegen, dass Tiere welche sich in der Gewalt des menschen, also in Zoos, Zirkussen u. ä. befinden an massiven Verhaltensstörungen leiden. Und sie leiden. Ihr Leben lang leiden sie.

    Man sollte seinen Kindern Empathie beibrigen. Mitgefühl nicht nur für seinesgleichen sondern für alle Rassen und Arten, die auf dieser Erde leben und die alle das gleiche Recht besitzen, selbstbestimmt und frei zu leben. Alles andere ist pure Gewalt.

    Deshalb, lieber Torsten, gib deine Jahreskarte zurück, zeige deinen Kindern, wie schön die Natur ist, wie glücklich Tiere sind, die in Freiheit und Selbstbestimmtheit leben und wie traurig es ist, Tiere ins Unglück zu stürzen, dadurch dass man sie zu unserer egoistischen Belustigung einperrt und ausstellt damit deine Kinder „die besseren Menschen“ werden, Menschen, die Gewalt, Egoismus, Gleichgültigkeit, Leid und Tränen für ihre Zukunft und die Zukunft aller Lebewesen auf der Erde lindern.

    LG
    Stefan

    P.S. vielen Dank dafür, dass du in deinem Bericht die Doppelmoral vieler Menschen aufzeigst. Damit hast du ja leider so recht!

  24. Heike
    13. März 2017 at 14:54 — Antworten

    Eine bessere Berichterstattung gibt es nicht.Danke Danke dafür. Und Klasse das du schreibst wie schnell Menschen immer urteilen und verurteilen…….Finde ich schon seit vielen Jahren schrecklich…… Es ist schon lange an der Zeit das Menschen das „akzeptieren“ neu lernen sollten und müssen. Leider sind zu viele Menschen heutzutage mit dem Mund schneller als mit ihrer eigenen Menschlichkeit…………………

    • 15. März 2017 at 9:47 — Antworten

      Hey Heike,
      vielen Dank für Deine Worte. Ja, das mit dem Urteilen ist schon so ne verzwickte Sache, die tief in uns Menschen drinsteckt. Das dauert wohl noch ein wenig. Jedenfalls bei mir. Ich kann das auch ganz gut. Urteilen, meine ich. 😉

  25. 13. März 2017 at 17:12 — Antworten

    Hallo Torsten ich finde deinen Bericht super der Mensch neigt eher dazu andere zu verurteilen mann kann nicht urteilen wenn man selber nicht dabei war

    • 15. März 2017 at 9:46 — Antworten

      Hey Bernd,
      generell neigt der Mensch dazu, alles in Gut und Böse zu unterteilen. Und dadurch entstehen nicht selten Konflikte, denn was für Meyer richtig ist, kann für Müller ziemlich falsch sein. Ob man dabei war oder eben nicht, spielt leider keine Rolle. Daher ist das urteilen in den meisten Fällen falsch, was natürlich wieder nur meine Meinung ist. Für Müller kann das wieder falsch sein, was durchaus in Ordnung ist.

  26. Melli
    13. März 2017 at 19:11 — Antworten

    Hallo Thorsten
    Bin gerade auf deinen Blog gestoßen und kann dir nur zustimmen. Die Kommentare sind teilweise echt unterste Schuhsohle. Auch ich war im Zoo und als ca. 50 Personen nach Hilfe rufen an uns vorbei liefen hab ich noch gedacht oh was ist den nun los. Jedoch hab ich auch gesagt solange ich keine Bestätigung von was auch immer hab, verbleiben wir da wo wir sind. Erschreckend fand ich das Verhalten einiger Besucher die ohne die nächsten zu informieren Hilferufend weitergelaufen sind. Erst als ein Zoomitarbeiter auf uns zukam haben wir die erforderliche Information erhalten.
    Ich kann nur mein Respekt an die Zoomitarbeiter ausdrücken. So eine Entscheidung zu treffen fällt keinem leicht zumal die Bärin im Zoo geboren wurde, aber es wurde sich entschieden und ob richtig oder falsch die Frage kann sich nicht stellen. Es gibt nur richtig.
    ich wünsche den Zoomitarbeitern das sie das erlebte gut verarbeiten können und das sie sich nichts aus dem Gerede machen.

    ICH BIN FROH DAS SICH ENTSCHIEDEN WURDE. Auch wenn ich es schade um die Bärin finde.

    Danke für deinen tollen Text. Ich ziehe meinen vor den Mitarbeitern des Zoos

    • 15. März 2017 at 9:42 — Antworten

      Es ist schade um die Bärin. Ob richtig oder falsch, ob schuld oder nicht schuld, ist mittlerweile ziemlich egal. Es ist passiert und jedes Nachdenken darüber macht aus der Tatsache keinen Unterschied. Es ist passiert. Schade, aber nicht änderbar.

  27. […] Sonntag schrieb ich einen Text über den Tod des Bären im Osnabrücker Zoo. Über 20.000 Menschen haben meinen Artikel gelesen. Leser haben den Artikel kommentiert und in […]

  28. 15. März 2017 at 13:56 — Antworten

    Hallo Torsten,
    bin durch deinen weiterführenden Artikel hierzu auf deinen Blog gestoßen und habe dann erstmal diesen Artikel hier gelesen um zu wissen, worum es geht.
    Ich hab komischerweise gar nichts von diesem Vorfall mitbekommen. Vielleicht folge ich aber auch einfach nur den falschen Seiten. 😛

    Ich bin wirklich begeistert von deinem sachlichen und differenzierten Artikel. Du hast wirklich eine tolle Art zu schreiben!
    Aber echt komisch, dass der Zoo in seiner Pressemitteilung schreibt, dass der Zoo evakuiert wurde, wenn dem gar nicht so war. So nach dem lesen der Kommentare, glaube ich auch, dass das Erschießen die einzige Möglichkeit war, so traurig das auch für die Bärin ist. Aber wenn eine Betäubung mindesten 20-25 Minuten gebraucht hätte zum wirken, wenn sie denn überhaupt gewirkt hätte, hätte man bei einem gut besuchten Zoo der nicht evakuiert wurde ja in keinster Weise verantworten können.

    Liebe Grüße
    Diandra

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