Ich erinnere mich an das, was er mir einmal gesagt hat. Damals. Am See. Als die Sonne schon tief stand und die Luft herrlich warm war. Er lachte. Und das war in jenen Tagen selten gewesen. Trotzdem. Er lachte. Dann schaute er mich an und sagte: „Manchmal muss man einfach loslassen. Und vielleicht, aber nur vielleicht, sollte man sich davor entschuldigen.“ Dann ging er. Ich habe ihn seit dem nie wiedergesehen und doch so oft vermisst…

Vielleicht beginne ich damit, in dem ich seinen Rat beherzige. Denn wahrscheinlich hatte er Recht. Wie so oft in seinem Leben. Vielleicht sollte ich damit beginnen, mich zu entschuldigen. Für das, was ich einmal sagte. Oder schrieb. Denn ich war einmal der Meinung, dass man alles schaffen könne, wenn man nur wolle. Aber vielleicht ist das falsch. Vielleicht war ich zu arrogant. Zu selbstsicher. Zu selbstverliebt? Vielleicht, aber nur vielleicht, wollte ich nicht wirklich. Letzten Endes spielt es keine Rolle. Dieser Beitrag wird der letzte Beitrag sein. Hier. Auf Zwischenzeiten.com

Ich lasse los. Und es hilft. Über die Gründe zu schreiben, macht vielleicht keinen Sinn. Trotzdem. Ein Versuch ist es wert und irgendwie bin ich es Dir schuldig. Es ist die Zeit, die fehlt. Die Kompetenz, die eventuell nicht ausreichend vorhanden ist. Und letzten Endes ist es der Druck, der sich unsichtbar vor mir aufbaut und doch deutlich spürbar ist. Vielleicht habe ich mich in den letzten Jahren in ein Märchen eingewickelt, als wäre es eine Decke und mich an der Vorstellung gewärmt, ich könnte alles schaffen. Kann ich aber nicht. Ich glaube, dass kann niemand. Und wenn, dann vielleicht die wenigsten.  Aber sicher ist, niemand schafft alles alleine.

Manchmal muss man Träume aufgeben, um Platz für neue zu schaffen. 

Ich möchte mich kurzfassen. Ein Ziel für 2019 ist es, mein Leben zu entschleunigen. Auch aus gesundheitlichen Gründen. Ich bin nicht krank. Jedenfalls weiß ich nichts davon. Mir geht es gut. Und ich möchte, dass das so bleibt. Vor ein paar Jahren war ich krank und das hat mir nicht gefallen. Das hat mich ziemlich traurig gemacht, obwohl ich lieber glücklich bin. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, mich künftig auf das zu konzentrieren, was ich wirklich kann, was mir wirklich Spaß macht und womit ich meinen Lebensunterhalt finanzieren kann. Und obwohl mir das hier immer Spaß machte, konnte ich diese Seite nie wirklich zu dem machen, was ich von ihr erwartet habe. 

Nein. Das ist kein Aufgeben. Das ist lediglich ein Loslassen. Und vielleicht ein Scheitern. Aber wenn ich im Leben eine Sache gelernt habe, dass das man mehr aus seinen Fehlschlägen lernt, als aus seinen Erfolgen. Erfolge sind zwar schön, aber letzten Endes sind es die Fehlschläge, die uns dazu bringen, uns zu verbessern.     

Zwischenzeiten.com schließt. Aber ich höre nicht auf!

Natürlich geht es weiter. Es geht immer weiter. Nur nicht hier. Und nicht so wie bisher. Ich räume auf, reduziere, fasse zusammen und konzentriere mich auf das Wesentliche. Allerdings möchte ich jetzt keine Versprechen machen, dass es besser wird. Oder schlechter. Es wird anders. Einfacher. Ich möchte weiterschreiben, fotografieren, filmen. Aber nicht in dieser Magazin-Form. Das kann ich einfach nicht und das wird auch nichts. 

Egal. Jetzt ist Schluss. Und ich danke Dir, dass Du mir bis hierhin gefolgt bist. Natürlich würde ich mich sehr darüber freuen, wenn Du mir auch weiterhin folgst und nicht böse darüber bist, dass ich das hier alles einfach über den Haufen werfe. Wenn Du aber der Meinung bist, dass diese Entscheidung kacke ist, dann ist das natürlich vollkommen in Ordnung und selbstverständlich Dein gutes Recht. Hab trotzdem vielen Dank.

Du kannst mir weiterhin folgen, wenn Du Bock hast.

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