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Typisch Norddeutsch

10 Punkte, die eben typisch norddeutsch sind.

Typisch Norddeutsch. Moin. Damit beginnt hier im Norden jedes Gespräch. Und es spielt gar keine Rolle, welche Tageszeit gerade ist. Moin passt immer. Am Morgen, gegen Mittag und am Abend. Ich glaube, dass ist gar kein Geheimnis. Jeder, der sich schon mal mit dem Norden auseinandergesetzt hat, kennt unser Moin. Manchmal kommt es vor, dass jemand zu mir Moin Moin sagt. Und meistens weiß ich dann: Der kommt nich von hier.

Das stimmt natürlich nicht ganz. Und vielleicht ist die Behauptung etwas überspitzt. Aber generell ist es so, dass der Norddeutsch an sich doch ziemlich wortkarg ist. Moin Moin ist daher für manche schon zu viel. Ein schönes Beispiel. Vor einiger Zeit, es war ein Sonntag, kam ich morgens zum Bäcker. Typisch Norddeutsch: Es regnete.

Vor dem Bäcker standen zwei Männer und die Unterhaltung, die eben jene führten, klang ungefähr so:

„Moin.“
„Moin.“
„Regnet wieder.“
„Jo.“
„Tschüss.“
„Tschüss.

Danach stieg der eine aufs Rad und der andere ins Auto. Eine komplette Konversation zweier norddeutscher Männer an einem Sonntagmorgen. Und beide Gesprächspartner waren gut gelaunt. Jedenfalls so, wie Norddeutsche an einem Sonntagmorgen eben gut gelaunt sind.

Was ist eigentlich typisch Norddeutsch?

Ich glaube, wenn man in Norddeutschland lebt, beschäftigt man sich eher selten mit der Frage, was eigentlich überhaupt typisch Norddeutsch ist. Vielleicht, weil man einfach so ist, wie man ist und man ganz genau weiß, dass die weißen Tauben gar keine Tauben sind, sondern Möwen.

Aber trotzdem möchte ich an dieser Stelle einfach mal klären, was typisch Norddeutsch ist. Eine Sache ist, wie bereits erwähnt, dass wir Norddeutschen eher wortkarg sind. Ich glaube, dass stimmt, wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt. Es gibt hier auch Menschen, die schnacken so viel, wie eben Wasser die Elbe runterfließt. Aber Ausnahmen gibt es immer. Die versauen vielleicht den Schnitt, aber in keiner Weise das Ergebnis.

10 Dinge, die typisch Norddeutsch sind.

Im Folgenden möchte ich die Frage, was überhaupt typisch Norddeutsch ist anhand von 10 Punkten festlegen. Natürlich sind diese nicht ganz ernst gemeint und vielleicht sogar mehr Klischee als Wahrheit – aber, und dafür verbürge ich mich – im Ansatz sind diese 10 Punkte natürlich im Ansatz richtig und daher typisch norddeutsch!

Punkt 1:
Moin. Reicht voll und ganz.

typisch norddeutsch

Während man im Rest des Landes „Guten Morgen“, „Guten Tag“ oder eben „Guten Abend“ sagt, reicht hier, in Norddeutschland, das gute alte Moin. Eine Begrüßung für jede Gelegenheit und ein Wort, dass man immer gerne hört. Moin. Alles andere is Tüdelkram.

Punkt 2:
Der Wind kommt immer von vorne.

Wer schon mal mit dem Rad über die norddeutsche Landschaft gebrettert ist, wird es kennen. Der Wind kommt immer von vorne. Immer. Da kann man lang fahren wo man will, der Norddeutsche hat immer Gegenwind. Das Gute daran? Gegenwind formt den Charakter.

Punkt 3: 
Das norddeutsche ‚Jo‘ ist ein vollständiger Satz mit Subjekt, Prädikat und Objekt. Punkt!

Jo.

Punkt 4:
Nirgends strahlt der Himmel so schön grau wie in Norddeutschland.

Ich will mich ja gar nicht beschweren. Es ist ja wie es ist. Und während sich der Rest der Bevölkerung über den schlechten Sommer 2017 beschwert, denn denkt der Norddeutsche sich einfach. Jo. Muss wohl so. Was soll er auch anderes sagen? Was für andere Regen ist, ist für den Norddeutschen nicht mehr als feuchte Luft. Der schönste Tag in diesem Jahr haben wir übrigens auch bei Regen erlebt. Kannst Du Dir hier angucken.

Punkt 5:
Man ist nicht betrunken. Man ist angetüdert.

Entweder man trinkt Tee. Oder Bier. Und so ein Bier trinkt man ja auch nicht ganz trocken. Da darf schon so ein kleiner Schluck dabei sein. Ich glaube schon, dass der Norddeutsche an sich trinkfest ist. Beweise gibt es zu Genüge. Im Oldenburger Münsterland, im Emsland – da fahr mal hin. Das guck Dir mal an. Da gibt’s einen rein. Und dann noch einen. Glaubst Du nicht? Dann guck mal hier.

Punkt 6:
Wer Meer hat, braucht weniger.

Der Norddeutsche an sich ist sehr zufrieden. Und die meisten hier sind mit sich und der Welt im Reinen. Die glücklichsten Menschen Deutschlands leben, laut dem Glücksatlas in Schleswig-Holstein. Die Menschen in Niedersachsen liegen auf Platz 2. Schleswig-Holstein liegt übrigens schon zum vierten Mal in Folge auf Platz 1. Wenn Du mich fragst, liegt das einfach daran, dass wir hier oben an der Küste Meer haben.

Punkt 7:
Das Schöne am Frost ist der Grünkohl.

Der Winter macht dem Norddeutschen nichts aus. Ganz im Gegenteil. Sobald der erste Frost über das Land zieht, leuchten seine Augen. Grünkohlsaison. Das zelebriert der Norddeutsche mit diversen Aktivitäten. Und letzten Endes ist es komplett egal, ob eine Kohlfahrt, ein Kohlgang, ein Kohlball oder was auch immer gefeiert wird, am Ende läuft alles auf Punkt 5 hinaus. Wobei Grünkohl mit Pinkel und Kochwurst und Kassler generell ziemlich lecker ist. Auch ohne Alkohol. Wir Norddeutschen, wir wissen das.

Grünkohl - Typisch Norddeutsch

Punkt 8:
Sagst Du Danke, gibt es nur zwei Antworten

Wortkarg. Ich sagte es ja bereits. Aber eben auch hilfsbereit. Behaupte ich jetzt mal. Und wenn Du Dich bei einem Norddeutschen bedankst, gibt es nur zwei mögliche Antworten. Die eine lautet: „Da nich für“, und die andere heißt: „Nich da für.“ Andere Möglichkeiten gibt es nicht. Jedenfalls nicht für einen Norddeutschen.

Punkt 9:
Von Nix kommt Nix.

Von nix kommt nix. Das weiß der Norddeutsche. Demensprechend würde ich behaupten, dass der Norddeutsche fleißig ist. Einfach auch, weil er anpackt, macht und tut. Und wenn jemand sagt, dass etwas nicht geht, dann sagt der Norddeutsche: „Sabbel nich, dat geit!“ Immer.

Punkt 10:
Ehrlichkeit.

Wir Norddeutschen gelten oft als mürrische Menschen. Nicht gerade warmherzig und nicht gerade offen. Meistens sagt man uns nach, wir seien in uns gekehrt und reserviert. Der Satz „Du bist mir nicht ganz unsympathisch“, wird daher schon als Liebeserklärung verstanden. Doch wenn dieser Satz fällt, dann kann man sich bei uns Norddeutschen sicher sein: Er ist ehrlich gemeint. Wir mögen mürrisch sein, wortkarg und unser Humor mag trocken erscheinen. Es kann schwer sein, hier oben Anschluss zu finden, aber die Wahrheit und die Ehrlichkeit anderen Menschen gegenüber ist uns sehr wichtig.

Das ist alles nicht ganz ernst gemeint, aber eben doch typisch norddeutsch. Und für mich sind es eben genau diese Punkte, die diese Region auf die ein oder andere Weise ausmachen. Ich lebe gerne hier. Ich mag die Menschen. Mit ihren Ecken und Kanten. Und auch wenn die Menschen hier manchmal mürrisch, manchmal wortkarg oder trocken sind – man kann sich auf sie verlassen und wenn sie etwas zusagen, dann halten sie es auch. Da ist es nicht erforderlich, sie alle 6 Monate daran zu erinnern. Sie tun es. Ganz bestimmt und ganz gelassen.

Wir Norddeutschen. So sind wir. 😉

 


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