Menschen bei der Arbeit

Er trägt Handschuhe. Damit er sich bei der Arbeit nicht verletzt. Einmal nicht aufgepasst und die kleinen, kurzen Enden des feinen Maschendrahtes bohren sich in seine Haut. Ganz vorsichtig schneidet er passende Stücke zu, die er später mit Nieten am bereits erkalteten Beton fixiert. Dieser Draht schließt die Lücken, die hier und da noch vorhanden sind. Später wird er sie – wieder mit Beton – schließen und bemalen. Eine künstliche Felswand entsteht. Und ich darf, für einen Augenblick lang, zuschauen.

Kein normaler Auftrag. Ein außergewöhnlicher Auftrag. Zusammen mit seinen Kollegen erstellt er die Außenwand eines Bärengeheges im Tier- und Freizeitpark Thüle. Die Anlage wird nicht nur erweitert und vergrößert, sie wird auch optisch auf den neusten Stand gebracht. Das braucht Zeit. Aber vor allem Hingabe und Kreativität. Auf einen Job im Büro, so sagt er mir später, hätte er keine Lust. Das wäre ihm zu eintönig. Auf die Dauer gesehen.

Im gleichen Park, an einer anderen Stelle, ist ein anderer Künstler gerade damit beschäftigt, Schilder zu bemalen. Nicht irgendwelche Schilder. Außergewöhnliche Schilder. Wikingerschilder. Denn hier entsteht gerade das „Njordland“, dass in wenigen Tagen seine große Eröffnung feiert. Der Mann mit den längeren Haaren hat sich einen Platz in der Sonne gesucht, die freundlich, warm und einladend vom Himmel strahlt.

Er redet nicht viel. Eigentlich gar nicht. Irgendwie typisch norddeutsch, könnte man meinen. Allerdings ist er vertieft. In seine Arbeit. In das, was er da gerade macht. Es macht ihm sichtlich Spaß. „Mal etwas ganz anderes“, sagt er. „Aber eigentlich genau wie jeder Auftrag. Anders eben.“ Jedes Schild in der neuen Abenteuerlandschaft des Parks ist ein Unikat. Und mit Hand bemalt. Im nächsten Augenblick ist er wieder verschwunden. In seiner Arbeit. Mit einem leichten Grinsen im Gesicht.

Das Handwerk erschafft die Welt

Eigentlich bin ich Handwerker. Jedenfalls sieht die Handwerkskammer es so. Aber einen Nagel gerade in die Wand zu bekommen, ist für mich schon eine Höchstleistung. Wenn man mich fragen würde und ich es selbst entscheiden dürfte, wäre ich kein Handwerker. Ich würde mich nie selbst so bezeichnen. Einfach, weil ich vor der Arbeit, die diese Menschen verrichten, zu viel Respekt habe. Das Handwerk erschafft die Welt. Die Menschen im Handwerk bauen Häuser, bemalen Wände, sie sorgen dafür, dass wir Licht und Wärme in unseren Häusern haben.

Die Menschen im Handwerk machen die Welt schön. Durch ihre Ideen, Ihre Hingabe und das, was sie jeden Tag leisten. Und wenn ich einen Blick in die Zukunft werfen könnte, ich würde sicherlich sehen, dass eben jene Berufe wirklich Zukunft haben. Denn das, was das Handwerk tagtäglich erschafft, können bislang weder Roboter, Computer oder andere Maschinen leisten. Viele Berufe im kaufmännischen Bereich werden sicherlich wegfallen. Weil man sie einfach nicht mehr braucht. Aber einen guten Tischler, einen Maler oder einen Elektroniker kann man nicht einfach ersetzen.

Es gibt zu wenig Bewerberinnen & Bewerber

Martin Schumacher

Martin Schumacher

Vor einigen Tagen traf ich Martin Schumacher. Er ist der geschäftsführende Gesellschafter der Schumacher Systemtechnik GmbH aus Altenoythe. Das Unternehmen arbeitet im Bereich der Energie- und Gebäudetechnik. Ein Unternehmen das zukunftsorientierte Lösungen für private und gewerbliche Bauvorhaben realisiert. Aber auch im Bereich der Industrie ist das Team der Schumacher Systemtechnik GmbH tätig.

Wir sprachen über das Thema Handwerk. Über Tätigkeiten und Möglichkeiten. Und er erzählte mir, dass er auch für dieses Jahr noch einige Ausbildungsplätze zu vergeben hätte und er sich freuen würde, wenn sich junge Menschen bei seinem Unternehmen bewerben würden. Doch leider ist die Anzahl der Bewerber in den letzten Jahren stark zurückgegangen, obwohl die Möglichkeiten und Zukunftsperspektiven – gerade in diesem Bereich – so hoch sind, wie sie es noch nie waren.

Vor einigen Monaten war ich mit Martin Schumacher unterwegs. Hier. Da. Und gemeinsam mit ihm, habe ich mir angeschaut, was eigentlich ein Elektroniker der Energie- und Gebäudetechnik so macht. Natürlich hatte ich meine Kamera dabei und aus diesem, nennen wir es mal „Ausflug“ ist ein kleiner Film entstanden:

Was macht eigentlich…

…ein Elektroniker der Energie- und Gebäudetechnik

Das Handwerk hat goldenen Boden

Ich erwähnte es bereits. Ich glaube, dass das Handwerk – im Gegensatz zu vielen anderen Berufen – Zukunft und damit einen goldenen Boden hat. Außerdem bin ich der Überzeugung dass das Bild des Handwerks sich verändert hat und wesentlich moderner, einfach und effizienter geworden ist. Wer also in diesem, im nächsten oder generell auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, der sollte einfach auch mal einen Blick auf die vielfältigen und vielseitigen Angebote des Handwerks werfen. Ganz losgelöst von Vorstellungen und Vorurteilen.

Weitere Infos zu den verschiedenen Berufen des Handwerks findet man übrigens hier.

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Dieser Artikel ist keine Werbung. Ich wurde von niemanden beauftragt und bekomme auch kein Geld für diesen Beitrag. Es ist meine persönliche Meinung und lediglich ein Gedankengang, der mir heute morgen durch den Kopf geisterte!

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