Howth – Meine heimliche Liebe

Jeder, der schon einmal einen Fuß auf irischen Boden gesetzt hat weiß, Irland ist ein mystisches Land. Ein Land voller geheimnisvoller Geschichten. Voller Sagen und Fabeln. Ein Land, dessen Landschaft so atemberaubend ist, dass man Gefahr läuft, ein Stück seines Herzens daran zu verlieren. Als ich Dublin zum ersten Mal besuchte, war mir dieses sofort bewusst. Und als ich mich im kleinen Fischerdorf Howth verlor, war es um mich geschehen. Ich hatte ein Stück meines Herzens an der Irischen See verloren. Für immer.

Das kleine Fischerboot lag sicher vertäut im Hafen. Die Segel, längst eingeholt. Ein alter Mann mit dichtem, grauen Bart saß an Deck und schaute in die Ferne. Der Rauch aus seiner Pfeife zog langsam in den Himmel und gesellte sich zu den Wolken, die dicht und schwer über dem Hafen in Howth hingen. Es sah nach Regen aus, aber kein Tropfen sollte an diesem Tag den Boden berühren.

Von Dublin aus hatten wir uns aufgemacht, dieses kleine Fischerdorf zu erkunden. Nach einem grandiosen, typisch irischen Frühstück im ABC Guesthouse brachen wir auf. Mit dem Bus. Raus aus der Stadt. Dementsprechend konnten wir auf der Fahrt von Dublin nach Howth die Umgebung erkunden, doch dessen ungeachtet, freuten wir uns auf das raue Klima, dass uns an diesem Tag erwarten sollte.

Wer Dublin besucht, sollte Howth sehen.

Ich weiß nicht, ob Howth ein Geheimtipp ist. Wahrscheinlich eher nicht. Dessen ungeachtet würde ich doch jedem empfehlen, dass kleine Fischerdorf, das eigentlich eine Stadt mit ca. 8.200 Einwohnern ist, zu besuchen. Howth liegt östlich von Dublin und ist alleine schon wegen der zahlreichen Restaurants und Fischgeschäften eine Reise wert.

Doch der wohl wichtigste Grund, Howth zu besuchen ist der wunderbare Cliffwalk. Ein schmaler Küstenpfad führt entlang der Küste. Wandert man an diesem entlang, kann man sich an den Feldern aus gelben Stechginster, wilder Myrte, Farnen und Heidekräutern erfreuen. Es wäre allerdings eine Untertreibung, den Cliffwalk nur auf die Farne und Kräuter zu reduzieren. Viel atemberaubender ist der Blick, den man von den Klippen aus auf die Irische See hat.

cliffwalk houwth
Baily Lighthouse am südöstlichen Endpunkt von Howth Head
Howth Dublin
Noch mal in seiner ganzen Pracht – Baily Lighthouse
Dublin 2009
Ein Cliffwalk-Selfie aus 2009
[su_featurebox title=“Achtung“ style=“border“ icon=“icon: cloud“ icon_color=“#CFA573″ size=“40″]Bei starkem Wind sollte man einen Spaziergang an den Klippen vermeiden. Der Pfad führt an manchen Stellen sehr eng an den Klippen vorbei, die in keiner Weise gesichert sind.[/su_featurebox]

Von den zahlreichen Restaurants habe ich schon geschrieben. Diese befinden sich am West Pier. Möchte man allerdings spazieren gehen, dann über den East Pier gehen. Auf ihm kann man zwischen Hafenbecken und der Irischen See bis zum Leuchtturm laufen. Und von dort hat man eine erstklassige Ausssicht auf die Insel Ireland’s Eye.

Generell kann man sagen, das Howth auf jeden Fall zum Pflichtprogramm gehören sollte, wenn man Irland besucht und in Dublin unterkommt. Es ist einfach ein wunderschöner Ort mit Menschen, deren Charakter so besonders ist, dass man sie einfach gernhaben muss. Allerdings glaube ich, dass das für fast alle Iren gilt. Warum ich das glaube? Wenn ich durch Dublin laufe, fühle ich mich wohler und irgendwie sicherer als in einigen deutschen Städten. Vielleicht liegt es an der Ruhe, welche die Iren versprühen, wenn nicht gerade St. Patricks Day ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das Beste an Irland ist aber das Frühstück

Zugegeben. Das Frühstück in Irland ist nicht jedermanns Sache. Gebackene Bohnen, Spiegelei, Bratwurst und gebratener Speck. Wobei der Speck nicht der gleiche ist, den man aus deutschen Hotels kennt. Der Speck in Irland ist dicker. Krosser. Irgendwie leckerer. Mag Einbildung sein. Vielleicht. Aber eine Einbildung die immer wieder eine schöne Erinnerung an eine tolle Dublin-Reise bleibt. Und denke ich drüber nach, so fällt mir auf, dass ich schon ein paar Jahre nicht mehr dort war. Was irgendwie auch traurig ist…

 

Howth

 


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Sehnsucht nach Meer.
Fotos aus Bad Zwischenahn

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