HOCHZEIT
Mein Workshop beim Stilpiraten

Die Nacht ist finster und der Mond mit dichten Wolken verhangen. Schwere Regentropfen fallen schnell auf das kalte Kopfsteinpflaster unter Deinen Füßen. Die dicken Eichentüren des alten Theatersaals lassen sich nur mühsam öffnen. Und nur wenig Licht lässt erahnen, welche Geschichten diese Gemäuer erlebt haben könnten. Doch sie ziehen es vor, diese für sich zu behalten. Du blickst Dich um und entdeckst Verzierungen an den Wänden, die von längst vergangenen Künstlern stammen. Die alten Stühle sind mit rotem Plüsch bezogen und in der Luft hängt ein modriger Geruch. Du fragst Dich, ob dieser von dem alten Vorhang stammt, der Dir den Blick auf die Bühne verschließt. Und während Du darüber nachdenkst, öffnet er sich zu beiden Seiten. Deine Augen schauen plötzlich in eine ganz andere Welt.

Eine Welt voller Magie. Voller Zauber. Voller Feenstaub. Ein Magier betritt die Bühne und sein Glanz erstrahlt in Deinen Augen. Du fühlst die Spannung. Die Neugier. Den Zauber. Aus beiden Ecken der Bühne sprühen Funken durch den alten Theatersaal. Alles ist hell erleuchtet. Für einen Augenblick. Danach beginnt die Vorführung. Der Magier ist erstklassig. Er holt Dinge aus dem Nichts hervor um sie anschließend wieder verschwinden zu lassen. Er zeigt Dir Sachen, die Du Dir nicht erklären kannst. Er zaubert und verzaubert Dich. Nach einer Stunde bist Du überwältigt. Voller Freude. Voller Illusionen. Du hast Dinge gesehen, die Du Dir nicht erklären kannst und Dein Kopf bereitet Dir sein eigenes Feuerwerk. Weil es nach Antworten sucht, sie aber nicht finden kann.

Eigentlich bist Du bereit aufzustehen. Zu gehen. Doch der Magier schaut Dich an. Er bittet Dich, wieder Platz zu nehmen. Er bittet Dich, noch einen Augenblick Geduld zu haben. Du weißt nicht, was noch kommen soll. Und das, was kommt überrascht Dich sehr.

Der Magier beginnt von vorne. Doch anstatt Dich in der Illusion zu lassen, dass es Magie wirklich gibt, erklärt er Dir alles, was er getan hat. Er nimmt Dir die Illusion. Den Zauber. Die Magie. Er nimmt es Dir einfach alles, in dem Dir offenlegt, wie jeder Trick funktioniert. Doch du bist nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Du bist glücklich. Sehr glücklich, denn plötzlich Dir wird klar:

Auch Du kannst ein Magier sein. Wenn Du es willst.

Blende auf oder Blende zu.

Magier gibt es überall. Manchmal stehen sie hinter Dir. Manchmal stehen sie neben Dir. Manchmal siehst Du sie nicht. Und doch sind sie da. Und wenn Du sie fragst, ganz höflich, ganz aufrichtig, dann erzählen sie Dir von Ihrer Magie. Du musst nur richtig hinhören.

Es ist ein Freitag im Februar. Kurz nach fünf Uhr morgens. In zehn Minuten klingelt mein Wecker. Doch ich bin längst wach. Weil ich nicht mehr schlafen kann. Ich bin voller Vorfreude. Aufgeregt. Nervös. Und hoch motiviert. Es geht nach Buchholz in der Nordheide. In den Niedersachsenweg. Ins Heidestudio. Hier arbeitet Steffen Böttcher, besser bekannt als Stilpirat. Ein Hochzeitsfotograf. Einer der Besten. Bundesliga sozusagen.

Er ist der Magier, der an diesem Tag seine Tricks verrät. Er ist der Fotograf, der mir und den anderen Teilnehmern an diesem Tag zeigen möchte, wie es geht. Wie wir zu Magiern werden können. Wenn wir es wollen. Denn darauf kommt es an. Wir müssen es wollen. Wir müssen dieses Ziel haben.

Überpünktlich bin ich da. Man könnte sagen, viel zu früh. Aber das macht nichts. Christina, Steffens Frau, ist längst im Heidestudio. Sie hat alles vorbereitet. Akribisch geplant. Perfekt bis ins letzte Detail. Ein leckeres Frühstück steht bereit. Frisch geschmierte Brötchen. Kaffee. Tee. Wasser. Säfte. Alles mit viel Liebe aufgetischt. Ihre Begrüßung ist so herzlich. So Freundlich. Vollkommen ehrlich und authentisch. Du betrittst das Heidestudio und weißt, dass Du Willkommen bist. Du glaubst es nicht. Du weißt es.

Einige der Teilnehmer sind bereits da. Weitere kommen hinzu. Und jeder wird von Christina mit der gleichen Herzlichkeit begrüßt. Es ist schön, so etwas zu sehen. Es bereitet einem Freude, die verbunden ist mit tiefer Dankbarkeit. Der Tag beginnt mit einem großartigen, positiven Gefühl und das macht Spaß.

Kurze Zeit später kommt Steffen hinzu. Freundlich. Sympathisch. Bodenständig und offen. Er strahlt die gleiche Freundlichkeit aus, mit der Christina bereits den Raum erhellt hat. Und man merkt, dass diese beiden Menschen eine Einheit darstellen. Eine Einheit, die zeigt, das aus zwei Seelen eine werden kann.

Hochzeitsfotografie – Der Workshop

Wir nehmen Platz. Auf Stühlen. Auf Bänken. Auf bequemen Sofas. Für jeden ist die richtige Sitzsituation gegeben und wenn sich jemand einen Sitzsack gewünscht hätte – er hätte ihn bekommen.

Alles beginnt mit der Theorie. Das Fundament einer gelungenen Hochzeit. Die Vorbereitung. Der Ablauf. Alles, was man als Hochzeitsfotograf wissen muss. Es geht um die eigene Einstellung, die Herangehensweise, den Umgang. Steffen erklärt alles. Mehr noch. Voller Aufmerksamkeit und mit ganz viel Leidenschaft beantwortet er alle Zwischenfragen der Teilnehmer. Es gibt keine dummen Fragen. Dumm sind nur die Fragen, die nicht gestellt werden. Doch das geschieht nicht. Alle Fragen die im Raum liegen werden ausgesprochen und jede findet ihre richtige Antwort.

Nach der Theorie folgt die Praxis. Lena und Bertan sind da. Sie sehen so wunderbar aus. Sie passen so perfekt zueinander. Und gerade Lena gibt alles. Draußen ist es kalt. Es liegt Schnee vor den Türen des Heidestudios. Und sie steht in ihrem wunderschönen Kleid da und lässt sich die Kälte in keiner Sekunde anmerken. Bertan und Lena sind zwei ganz wunderbare Menschen. Offen. Freundlich. Und vollkommen natürlich. Das wirklich Schöne an diesen beiden Menschen: Sie lieben sich nicht nur, sie sind immer noch verliebt. Das spürt man. Das sieht man. Und so macht es unheimlich Spaß, die Beiden zu fotografieren.

Steffen gibt Tipps. Er verrät Tricks. Er zeigt, wie man mit Licht malt, wie man Stimmungen einfängt und auch den kleinsten, unscheinbaren Momenten Dauer verleiht. Anhand zahlreicher Beispiele und Situationen erklärt er, wie er arbeitet, wie er fotografiert, wie er seinen Fotos dabei hilft Geschichten zu erzählen. Ich sauge alles auf. Wie ein Schwamm. Ich hänge an seinen Lippen. Ich passe auf wie ein Fuchs und hoffe, dass ich nichts verpasse.

Hochzeit

Wedding

Hochzeit

Im dritten Teil geht es um die Nachbearbeitung. Anhand vieler Beispiele erklärt Steffen wie der Hase läuft. Er zeigt auf, worauf es ankommt und was man beachten soll. Am Ende gibt er uns eine ganz besondere Portion Motivation in die Hand. Er schenkt uns den Glauben an uns selbst. Er zeigt uns, dass wir mit der Kamera zaubern können. Doch er ist ehrlich. Es ist nicht einfach. Sagt er. Und gute Fotografie wird einem nicht in den Schoß gelegt. Wer in der Bundesliga spielen möchte, muss wie ein Bundesligaspieler trainieren. Daran führt kein Weg vorbei. Aufgeben? Das ist keine Option! Ein Punkt, den ich nicht erwartet habe, der mir um so mehr gefallen hat.

Der Tag verfliegt. Die Zeit läuft davon. Und doch ist jeder Moment, jeder Augenblick, voller wertvoller Momente. Als ich um kurz vor halb neun das Heidestudio verlasse, leuchteten draußen an der Hauptstraße bereits die Laternen. Es ist dunkel geworden. Und kalt. Ich klappe meinen Kragen hoch und bemerke nicht, dass ich meine Mütze im Studio habe liegen lassen. Wie auch? Mein Kopf brennt. Lichterloh. In ihm tobt die Wärme des Feuers der Leidenschaft, welches Steffen innerhalb des Workshops in meinem Herzen entfacht hat. Ich räume auf. Werfe jeglichen Müll, jeglichen Gedankenabfall aus meinem Kopf und sortiere alles um. Am Ende weiß ich, dass ich meinen Weg wesentlich leichter weitergehen kann. Und das ist ein schönes Gefühl. Ein wunderbares Gefühl. Ein Gefühl, dass sich eigentlich mit nur einem Satz beschreiben lässt:

Life is about saying yes!

Danke Christina. Danke Steffen. Danke Lena. Danke Bertan. Danke für alles.
Und ganz viel Liebe.

Hochzeitsfotograf

Hochzeit

Hochzeit

Hochzeit

Hochzeit

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

Hochzeitsfotograf

 

 

Danke fürs Lesen. Tschüss.

Fandest Du diesen Artikel gut?

Dann teile ihn doch mit Deinen Freunden!


VIDEODREH FÜR DIE ERGO VERSICHERUNGSGRUPPE
Wie ich meinen Ehering nach 2,5 Jahren fand

Kein Kommentar

Schreib mir Deine Meinung zum Artikel

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

@zwischenzeiten

MENU

Back

Share to