-- WERBUNG --

Freitag. Das letzte Mal den Finger am Auslöser. Ein letztes Hochzeitsfoto. Dann lege ich die Kamera in die Ecke mit dem Wissen, dass sie in den nächsten Tagen Staub ansetzen wird. Am Samstag treffen wir uns mit Freunden in Benstrup und essen Hotdogs. Am Samstag grillen wir mit Onkel und Tante in Visbek. Und am Montag brechen wir auf. Zwei Nächte in Hannover. Und das hier ist so etwas wie ein Erlebnisbericht. Nicht mehr. Nicht weniger.

Aber da ich Euch erzählen möchte, was wir erlebt und wo wir geschlafen haben, was gut und was schlecht war und voraussichtlich einige Namen nennen werde, sollte ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Nur damit die Landesmedienanstalt zufrieden ist. Weder bin ich für diesen Beitrag beauftragt worden, noch habe ich eine Rechnung für die Erstellung geschrieben. Das Essen, die Eintrittspreise, die Übernachtungs- und Reisekosten haben wir selbst getragen. Voll und ganz. Und eigentlich ist das hier keine Werbung, denn ein Erlebnis hat mich doch etwas enttäuscht. Doch dazu später mehr. Fangen wir an. Am Anfang.

Ein Kurzurlaub in Hannover

Zwischen zwei Hochzeiten springe ich mit meiner Familie ins Auto. Es ist Montag. Kurz vor neun. Die Kinder sitzen in ihren Kindersitzen und ich drücke derweil die erste Station unserer kleinen Reise ins Navi. Meine Frau bespielt derweil den kleinen, mobilen DVD-Player mit zwei LED-Bildschirmen*. Ein Segen, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Es läuft „Drachenzähmen leicht gemacht.*“ Der zweite Teil. Diese Investition zahlt sich richtig aus, als wir zwei Stunden später im Stau stehen. Unfall auf der A7 Richtung Hannover. Nichts geht mehr.

Hannover

Eine kleine Rast an einer Raststätte. Kurze Zeit später stehen wir im Stau. Nichts geht mehr.

Eigentlich solle die Fahrt gute zwei Stunden dauern. Wir brauchen fünf. Inklusive der Zeit, die wir vor einer Raststätte mit einem kleinen Picknick genutzt haben. Butterkekse, Käsestücke, Paprikastreifen. Zum Glück noch vor dem Stau. Später auf der Autobahn geht es nur schleppend voran. So schleppend, dass wir uns irgendwann dazu entschließen, über Land weiterzufahren. Irgendwann erreichen wir die erste Station. Das aquaLaatzium in Hannover. Ein Erlebnisbad.

Wir toben, springen und plantschen. Der Älteste und ich veranstalten einen Tauchwettbewerb. Wer kann am längsten die Luft anhalten. Natürlich gewinnt mein Sohnemann öfter als ich. So ist das eben zwischen Vater und Sohn. Danach toben wir richtig. Wild. Nass. Wunderbar. Eine Großmutter, die mit ihrem Enkel schwimmen üben möchte, schaut mich böse an. Der Enkel neidisch. Und ich frage mich, warum die beiden in diesem Becken üben müssen, in dem eigentlich alle wild toben. Das Nachbarbecken wäre wirklich besser geeignet. Egal. Wir haben nichts falsch gemacht. Wir hatten Spaß. Genau, wie alle anderen im Becken. Naja. Fast.

Willkommen im Wyndham Hannover Atrium Hotel

Schwimmen macht müde. Und hungrig. Und so beschließen wir, erstmal im Wyndham Hannover Atrium Hotel einzuchecken. Einem vier Sterne-Hotel. Unserem Hotel für die nächsten zwei Nächte. Es liegt in Groß-Buchholz, direkt am Messeschnellweg. Von hier aus, kann man alles ganz leicht erreichen. Bereits im Vorfeld hatten wir das Zimmer gebucht. Das Zimmer mit zwei zusätzlichen Zustellbetten. Für jeden eins. Unser Zimmer liegt im fünften Stock. Nichtraucheretage. Nummer 503.

Es ist heiß in diesem Zimmer. Wirklich heiß. Man kann von einer Bullenhitze sprechen. Glücklicherweise lassen sich die Fenster öffnen. Eine Klimaanlage gibt es leider nicht. Dafür eine Badewanne mit Duschfunktion und Duschvorhang. Wir packen unsere Taschen aus und gehen etwas essen. Als wir zurückkommen, merkt man leider keine Abkühlung im Zimmer. Aber da die Jungs wirklich erschöpft waren, schlafen sie schnell ein. Ohne Decke. Und Schlafanzug. Wir überlegen, ob wir die Fenster über Nacht offenstehen lassen sollen, entscheiden uns dann aber dagegen. Fünfter Stock. Freier Fall nach unten. Man weiß ja nie.

Frühstück Hannover

Das Frühstück im Hotel war wirklich klasse. Und hier sieht man nur einen wirklich kleinen Teil der Auswahl.

Zugegeben. Die letzten Tage waren für mein Vorhaben, das Weihnachtsfest betreffend, nicht wirklich förderlich. Es gibt gutes Essen. Leckeres Essen. Und das Frühstück im Hotel kann sich sehen lassen. Das Wyndham Hannover Atrium Hotel bietet wirklich ein reichhaltiges und interessantes Frühstücks-Buffet an, das keine Wünsche offenlässt. Davon bin ich schon irgendwie begeistert.

Der Erlebnis-Zoo in Hannover

Das große Ziel unserer kleinen Reise ist der Erlebnis-Zoo in Hannover. Und da wir schon ziemlich früh vor Ort sind, können wir uns einen, der begehrten Parkplätze in der Garage sichern. Schattig, kühl, ziemlich gut. Allerdings müssen wir noch eine halbe Stunde warten, bis der Zoo seine Tore öffnet. Egal. Wir haben Zeit. Und gute Laune.

Der Erlebnis-Zoo in Hannover ist immer eine Reise wert. Denn hier können wir, innerhalb eines Tages, eine kleine Weltreise unternehmen. Sieben interessante Themenwelten zeigen rund 2.000 Tiere. Wir unternehmen eine spannende Safari durch die afrikanische Flusslandschaft Sambesi. Wir sind auf Expedition in Kibongo und tauchen in die Welt der Menschenaffen ein. Hoch oben, im kanadischen Yukon Bay erleben wir Eisbären, Robben und einen echten Seeadler, der haarscharf über unsere Köpfe hinweg fliegt. Danach folgen nur wenige Schritte und wir befinden uns in Indien.

Kängurus, Wombats und andere Tiere wirbeln über den roten Sand und wir bekommen ein Gefühl von Down Under und im Mullewapp lassen wir uns zwischen Ziegen, Alpakas und Schäfchen ein Softeis schmecken. Übers Meyers Hof kommen wir zurück nach Niedersachsen und somit auch irgendwie nach „Hause“.

Vier Sterne und doch irgendwie enttäuschend.

Gegen Abend trudeln wir wieder im Hotel ein. Wieder ist es unglaublich heiß auf dem Zimmer im fünften Stock. Fenster auf. Zimmertür auf. Durchzug. Es klappt. So mäßig. Aber immerhin.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück, checken wir aus. Vor mir steht ein anderes Paar, das ebenfalls auschecken möchte. Der Mann am Empfang unterhält sich mit den beiden. Er fragt nach dem Befinden, nach dem Schlaf und danach, wie ihnen das Hotel gefallen hat. Mir fällt auf, wie freundlich er ist und irgendwie freue ich mich darauf, mit ihm zu sprechen. Dann wünscht er dem anderen Paar eine gute Heimreise und verabschiedet sich freundlich. „Beehren Sie uns bald mal wieder…“

Ich bin an der Reihe. Meine Frau ist mit den Jungs woanders. Warten ist doof.
Ein kurzer Blick, eine Frage nach der Zimmernummer. „503“. Meine Antwort.

Und dann beginnt das folgende Gespräch.

Er: „Ah. Luttmann. Wie ich sehe, ist alles bezahlt. Kann ich den Schlüssel haben?“

Ich reiche ihm den Schlüssel mit einem Lächeln.
Er tippt etwas in seinen PC und schaut nicht mehr hoch. Stille. Stille. Noch mehr Stille.

Ich: „Das Frühstück war wirklich gut. Nur unser Zimmer, dort war es ziemlich heiß in den letzten Nächten.
Er: „Ist halt ein Standardzimmer. Die sind immer heiß, da gebe ich ihnen Recht.“
Ich: „Aber sonst war alles in Ordnung.“
Er: „Mhmmm. Schön. Haben Sie sich an der Minibar bedient?“
Ich: „Nein.“
Er: „Mhmmm. Alles klar.“
Stille. Er schaut immer noch nicht hoch.
Ich: „Okay. Dann können wir ja los. Auf Wiedersehen…“
Er: „Ja. Wiedersehen…“

(Gedächtnisprotokoll)

Prinzipiell hätte ich mir sicherlich nichts dabei gedacht. Aber die Tatsache, dass das Paar vor uns ganz anders behandelt wurde als wir, machte die Sache etwas komisch. Das kann natürlich viele Gründe haben, aber richtig fühlt sich das nicht an. Irgendwie Standard. Als wären wir ein notwendiges Übel um die laufenden Kosten des Hotels mitzutragen. Und so verließen wir das Wyndham Hannover Atrium Hotel mit einem unschönen Gefühl. Und dieses Gefühl ist letzten Endes das, was bleibt, wenn wir an dieses 4 Sterne Hotel zurückdenken. Das Gefühl, irgendwie dann doch nicht Willkommen zu sein.

Wölfe auf dem Heimweg.

Wir verlassen Hannover und fahren Richtung Verden. Der Stadt, in der wir im letzten Jahr schon einen Teil unseres Urlaubes verbracht haben. Auf den Magic-Park Verden haben wir keinen Bock, deswegen fahren wir wieder Schwimmen. Ins Verwell. Dem Erlebnisbad der Stadt. Und zugegeben: Ich habe lange kein schöneres Schwimmbad gesehen, als dieses. Die Aufteilung zwischen Schwimmbereich, Kinderbereich und „Badebereich“ ist nahezu perfekt. Niemand wird vom anderen gestört, weil alles irgendwie räumlich getrennt ist. Hier verfliegt die Zeit wie im Flug und ganz plötzlich haben wir alle ganz schrumpelige Finger.

Wie bereits erwähnt. Letztes Jahr waren wir in Verden. Und im Wolfscenter Dörverden. Allerdings hat es, im letzten Jahr, wie aus Eimern geschüttet und wir erlebten die Wölfe nur im Regen. Dieses Mal haben wir mehr Glück. Die Sonne scheint. Es ist das beste Wetter. Dementsprechend sind natürlich unheimlich viele Menschen vor Ort. Keine Ahnung. Irgendwie hat mir das Wolfscenter im Regen besser gefallen.

Fazit und eine Sache, die mir aufgefallen ist.

Aus dem Wolfscenter würde ich Euch gerne einige Fotos zeigen. Von der Fütterung der Wölfe. Zum Beispiel. Und gerade als ich einige Aufnahmen machen wollte, hob jemand seine Hand und dabei entstand folgendes Foto.

Kurz danach nahm ich meine kleine Kamera runter und schaute mich um. Jeder hatte eine Kamera, ein Smartphone oder etwas Ähnliches in der Hand. Alle beobachteten die Szenerie ausschließlich durch das Display des jeweiligen Gerätes. Niemand, bis auf ein paar Kinder und ältere Herrschaften, beobachtete das Geschehen mit seinen eigenen Augen. Ich zähle mich übrigens dazu. Ich schaute mir das alles auch nur durch den Sucher meiner Kamera an. Immer irgendwie darauf bedacht, das beste Foto zu schießen. Den Moment selbst habe ich irgendwie dann doch nicht wahrgenommen. Als ich selbst das bemerkte, wanderte die Kamera in die Tasche. Keine Fotos mehr an diesem Tag.

Fazit

Der Urlaub war zwar kurz, aber schön. Die Sache mit dem  Wyndham Hannover Atrium Hotel  hat mich etwas enttäuscht und mir irgendwie das Gefühl gegeben, ein Mensch zweiter Klasse zu sein. Aber das vergeht wieder. Alles in allem, ein guter Urlaub. Nicht erholsam, aber schön. Das Wichtigste aber ist, dass wir Zeit mit unseren Kindern verbracht haben und diese in den letzten Tagen unheimlich viel Spaß hatten und unheimlich viel lachen konnten.

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