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Grenzen

Grenzen. Bis hierhin. Nicht weiter. Hier endet Dein Weg. Deine Reise. Ob Du Dein Ziel erreicht hast? Mir egal. Hier. An dieser Stelle. Hier ist es vorbei. Dein Weg. Dein Traum. Das, was Du Dir vom Leben gewünscht hast. Wenn Du es noch nicht erreicht hast, wirst Du es nicht mehr erreichen. Pech. Für Dich. Denn hier ist Schluss. Ende. Aus. Vorbei. Hier ist die Grenze und an dieser kommst Du nicht vorbei. Kehr um. Mach Schluss. Gib auf. Ganz egal. Hier ist es vorbei.

Die rotweiße Stange versperrt den Weg. Junge Brennnesseln wachsen langsam und vernichten das, was einst einen Weg darstellte. Die Äste der Bäume holen sich das zurück, was man ihnen vor Zeiten genommen hat. Der Blick zur Sonne verschwindet unter einem Dach aus Grün. Hier endet mein Weg. Versperrt von einer Schranke. Abgeschlossen mit einem Schloss, das sich längst nicht mehr öffnen lässt. Ich verschränke die Arme und blicke zurück. Zurück zu dem Weg, den ich hinter mir gelassen habe.

Hinter mir sehe ich Felder und Wiesen. Äcker und Wälder. Gräben, künstlich gezogen von Menschenhand. Grenzen, erdacht von Köpfen. Alles ist aufgeteilt. Verteilt. All die Weite unterteilt in Flurstücke, Grundstücke. Still schaue ich über diese Grenzen hinweg und entdecke dadurch eine grenzenlose Fläche, eine grenzenlose Weite, die meinen Gedanken unendliche Möglichkeiten bietet.

Wir setzen Grenzen

Grenzen sind Hindernisse, die im Kopf entstehen. Im Grunde genommen sind sie nicht existent. Sie existieren nicht. Sie sind Gebilde von Menschen erdacht. Wir setzen die Grenzen selbst. Wir setzen unsere Grenzen. Manchmal ergeben Grenzen Sinn um das Miteinander einfacher zu gestalten. Doch die meisten Grenzen, die wir uns selbst setzen, behindern uns auf unserem Weg und versperren uns Möglichkeiten, die eigentlich zum Greifen nah sind.

Ich kann nicht. Ich will nicht. Eigentlich habe ich Angst. Und jedes Mal, wenn wir das sagen, bauen wir wieder eine Barriere in unserem Kopf auf, die uns sagt, dass wir nicht weiterkönnen. Weil wir glauben es nicht zu können. Weil wir wissen, dass wir nicht wollen. Aus Angst vor dem, was uns erwarten könnte. Besser gesagt, wir grenzen uns selbst ein mit dem, was wir denken, fühlen und glauben. Wir bauen Barrieren und Hindernisse in unseren Gedanken auf, die uns von dem abhalten, was wir wirklich wollen.

Seit drei Jahren bin ich selbstständig. Seit drei Jahren, bin ich mein eigener Chef. Man könnte nun glauben, dass ich diese Fehler nicht mache. Weil ich meinen Träumen folge. Weil ich das mache, was ich wirklich möchte. Anfänglich war dem auch so. Allerdings habe ich erkannt, dass es eben doch nicht so leicht ist, seinen eigenen Weg zu gehen, wie ich zuerst gedacht habe. Fast jeden Tag habe ich Angst, es nicht zu schaffen. Fast jeden Tag traue ich mich nicht, Dinge zu tun, die ich gerne tun würde. Und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mir selbst im Weg stehe und Fehler mache, die ich eigentlich nicht machen wollte.

Manchmal glaube ich, mich lächerlich zu machen.

Aber ich glaube, so ist nun einmal das Leben. Und niemals ist es so leicht, wie es scheint. Ganz besonders merke ich das, wenn ich mir zum Beispiel meinen YouTube-Kanal anschaue. Wieviel Arbeit so ein Kanal mit sich bringt und wie wenig dabei – gerade am Anfang – rumkommt. Immer wieder glaube ich, dass ich es nicht kann. Manchmal denke ich, dass ich das eigentlich nicht will. Und bei jeder Veröffentlichung eines Videos ist da die Angst. Die Angst davor, sich ein Stück weit lächerlich zu machen. Weil man irgendwo in eine Kamera spricht. Weil man Videos veröffentlicht und viele Menschen diese sehen können.

Ich kann aufhören. Einfach etwas anderes machen. Meinen Blog schließen. Die Fotografie beenden. Ich muss keine Videos drehen und schon gar keine Texte schreiben. Ich kann das alles hinter mir lassen und einen anderen Weg gehen. Abseits. Ungesehen. Ungehört. Einfach alles aufgeben, abschließen und weitermachen. Sicherlich würde man darüber sprechen. Ganz bestimmt hinter vorgehaltener Hand. Aber nur einen Moment. Dann wäre man vergessen. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Doch in dem Moment, in dem ich das tue, beende ich das, was ich angefangen habe. In dem Moment stehe ich vor dieser Grenze, die mir den Weg abschneidet und mich nicht weitergehen lässt. Mein Weg wäre zu einer Sackgasse geworden und jegliche Hindernisse, die mir noch begegnen würden, würde ich nie kennenlernen. Sicherlich wäre es einfacher. Leichter. Unbeschwerter. Doch ich würde nie erfahren, was noch alles auf mich wartet. Und vielleicht liegt hinter den Brennnesseln ja ein Fleckchen Erde, der all das, was mir bislang widerfahren ist, vergessen macht.

Whatever you can do, or dream you can, begin it.

„Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind wirst du weiter existieren, doch aufgehört haben zu leben.“Mark Twain

Manchmal gibt es Tage, an denen ich mich selbst in Frage stelle. Das, was ich tue. Das, was ich mache. Manchmal gibt es Tage, an denen ich einfach glaube, nicht gut genug zu sein. An denen ich glaube, dass andere besser sind. Das sind genau die Tage, an denen ich Grenzen ziehe. Vor mir. Vor meinen Augen. In meinen Gedanken. Das sind genau die Tage, an denen ich glaube, es wäre besser aufzugeben.

Tage voller Hindernisse, Niederlagen und Nackenschläge. An diesen Tagen fahre ich raus. Irgendwo hin. An einen versteckten Ort. Und dann spaziere ich über abseits der Wege. Über Steine und Äste, durch Hecken und Büsche. Manchmal ziehe ich mir Schrammen zu. Manchmal bleibe ich hängen, falle und bin am Boden. Aber ich erkenne, dass ich wieder aufstehen muss um weitergehen zu können. Und dann, nach einer Zeit, erkenne ich, dass es immer Momente gibt, in denen man fällt. Doch wenn man liegen bleibt, verliert man.

Unsere Träume sind wichtig. Und es ist wichtig, ihnen zu folgen. Es ist nicht einfach. Es ist verdammt schwer. Und nicht selten schmerzt es. Aber es lohnt sich. Immer. Selbst dann, wenn wir es vielleicht nicht glauben. Weil wir wieder mal am Boden sind. Und wenn wir dann liegen bleiben, liegt es an den Grenzen, die wir selbst ziehen. Doch das ist das Gute. Wir haben sie selbst gezogen. Also können wir sie wieder einreißen. Immer. Immer wieder.


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Liebespaare aufgepasst. Gewinnt ein Shooting für Eure Liebe!
Auf Wiedersehen mein treuer Freund

1 Kommentar

  1. 10. Mai 2017 at 8:37 — Antworten

    Hallo,

    So ist es mit mir meinen Blog gegangen am Anfang 🙂 bin aber immer noch dabei. Ich mach immer zwischen durch Pause und setzt mich auch selbst nicht mehr unter Druck, das klappt bei mir.

    Du hast einen sehr schönen Youtubekanal 🙂 hab dir ein Abo dagelassen 🙂

    XoXo Michi XoXo

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