Fischbrötchen

Ein wunderschöner Tag an der Nordsee. Die Sonne schein. Mittagszeit. Vor einer kleinen Bude am Hafenbecken von Neuharlingersiel stehen Menschen und warten. Sie warten darauf, bedient zu werden. Was es an dieser Bude zu kaufen gibt? Etwas typisch norddeutsches: Fischbrötchen.

Ich persönlich bin ein großer Freund der sogenannten Fischfrikadellen. Andere hingegen meinen, dass man diese nicht wirklich als Fischbrötchen bezeichnen kann. Meine Oma schwärmte damals immer vom Bismarckhering. Letzten Endes entscheidet aber immer der persönliche Geschmack.

Wenn man in Neuharlingersiel am Hafenbecken steht, dann kann man die aktive Krabbenflotte am Poller liegen sehen. Dementsprechend denkt man natürlich an frische Krabben. Krabbenbrötchen. Und ein solches Krabbenbrötchen gehört irgendwie auch dazu, wenn man das kleine Fischerdorf direkt hinterm Nordseedeich besucht.

Frische Krabben direkt vom Kutter

Aber auch der Name Büsum lässt die Menschen an Krabben denken. Keine Frage. Die Krabbenbrötchen, die man in den Fischläden Büsums bekommen kann sind gut und lecker. Und hier kann man seine Krabbenbrötchen auch selbst basteln. Einfach oben an der Schleuse stehen und nach den Krabbenkuttern Ausschau halten, die in den Heimathafen einlaufen. Der Fang ist bereits an Bord gekocht. Im Seewasser. Und vorne am Museumshafen kann man sich die Krabben dann kaufen. Nur die Brötchen, die muss man vorher selbst besorgen.

Auf Amrum gibt es viele Fischexperten. Das ist auch kein Wunder. Die Insel hat in jedem ihrer drei größeren Dörfer mindestens einen Fischladen. Dazu kommen echte Krabbenfischer und natürlich Marianne Martinen. Die Insulanerin hat in ihren 70 Lebensjahren alte Amrum-Rezepte zusammengesucht und in einem Buch veröffentlicht. Es heißt Amrumer Rezepte – Ualang Öömrang Köögin und ist im Quedens Verlag erschienen. Fragt man die wahre Experting nach ihrer Meinung zu einem guten Fischbrötchen, dann hat sie einen grandiosen Tipp: „Viel Fisch und viel Mayonnaise“.

Kein Besuch am Nordsee oder Ostsee ohne Fischbrötchen!

Übrigens: Seit dem ersten Samstag im Mai 2011 gibt es an der deutschen Ostseeküste den Weltfischbrötchentag. Dieser besondere Tag, der ganz im Zeichen der Fischbrötchen steht, ist das Ergebnis einer Kooperation des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. und den Gemeinden Flensburg, Kiel, Eckernförde, Laboe, Heiligenhafen, Schönberger Strand, Hohwacht, Grömitz, Neustadt-Pelzerhaken, Kellenhusen Haffkrug und Lübeck.

Und alle diese Gemeinden lassen sich für diesen besonderen Tag, besondere Dinge einfallen. Und auch an der Nordsee ist der Weltfischbrötchentag mittlerweile angekommen. Letzten Endes spielt der Tag aber keine große Rolle. Denn egal ob man an der Nordsee oder der Ostsee unterwegs ist: Ein gutes Fischbrötchen gehört einfach dazu.

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