Es ist Sommer im Dorf.

Verrückt. Es ist schon wieder Juli. Der Sommer ist da und mit ihm die Erkenntnis, dass die Zeit mal wieder extragroße Sprünge macht. Manchmal merkt man schon, dass die Tage wieder kürzer werden. Aber nur, wenn man wirklich darauf achtet. In dem alten Kamin hinter unserem Haus knistert in diesen Tagen des Öfteren das Feuer. Mehr noch als im letzten Jahr. In jenem Sommer, der mir in meiner Erinnerung als unheimlich verregnet hängen geblieben ist. Sei es drum. Es ist Juli. Der Sommer ist ins Dorf gekommen.

Die Rollläden meines Bürofensters sind heruntergelassen. Auf dem kleinen Schränkchen neben meinem Tisch summt der Ventilator vor sich hin. Von dem wunderbaren Wetter draußen, bekomme ich manchmal nicht viel mit. Manchmal schon. Zum Beispiel als der niedersächsische Innenminister hier war, um gemeinsam mit der Polizei das Richtfest des neuen Kommissariats zu feiern. Oder als der Tierpark seine neue Attraktion eröffnete. Da war ich dort. Draußen. Im hellen Schein der Sonne. Im besten Wetter.

In den letzten Wochen war einiges los. Hochzeiten. Firmenfeiern. Eröffnungen. Ich war oft dabei, die Kamera im Anschlag. Und nun, unter der Woche, gilt es die Fotos zu bearbeiten, zu sichten und schnellstmöglich abzulichten. Man könnte von einer Sommerpause sprechen. Hier. Auf dem Blog. Denn um diesen kann ich mich in diesen Tagen nur sporadisch kümmern.

Vielleicht ist es so, dass das Abenteuer Norddeutschland gerade eine Pause braucht. Eine Sommerpause. Vielleicht ist es so, dass es gerade andere Dinge gibt, die wichtiger sind. Und vielleicht ist so, dass genau das Raum für neue Ideen schafft. Vielleicht. Während ich diese Zeilen schreibe, bereite ich mich innerlich schon auf den nächsten Termin vor. Heute. Gegen Abend. Zwei Menschen besuchen mich, die im nächsten Jahr ihren gemeinsamen, großen Tag planen und mich dabei gerne an ihrer Seite hätten. Als Fotograf. Und vielleicht auch als Freund. So ein wenig jedenfalls. Für diesen einen Tag.