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WAS WÜRDEST DU TUN, WENN DU KEINE ANGST HÄTTEST?

Sommer zweitausendsiebzehn. Hochsaison. Im Moment gibt es unheimlich viel zu tun. Und wenn ich von heute bis zum August 2016 blicke, kann ich sagen, dass ich über 23.000 Fotos an Kunden rausgegeben habe. Und das sind nur die Hochzeitsfotos. Die Fotografien, die Texte und die anderen Projekte, die ich mit Unternehmen abgewickelt habe, sind in dieser Zahl längst nicht aufgenommen. Und jetzt gerade, schneide ich einen Film über mein Heimatdorf. Im Rahmen eines Wettbewerbes, bei dem ich allerdings selbst gar nicht mitmache, sondern der Heimatverein unseres Dorfes. Diese Arbeit mache ich ehrenamtlich. Neben dem, was ich sonst so mache. Heute bin ich um 4:00 Uhr aufgestanden. Mal schauen, wann ich später wieder ins Bett komme.

Das ist keine Beschwerde. Ich beschwere mich nicht. Im Gegenteil. Ich freue mich darüber, dass gerade so viel los ist, weil ich weiß, dass in der nächsten Zeit Monate kommen, in denen genau das eben nicht der Fall sein wird. Winter. Die kalten Monate. Die dunkle Jahreszeit. Da ist nicht besonders viel los und geheiratet wird fast gar nicht. Jedenfalls nicht in dem Still, in dem es aktuell der Fall ist. Aber das ist in Ordnung. Man weiß das und man kann sich darauf einstellen. Und die Vorbereitungen für das kommende Hochzeitsjahr laufen bereits. Die ersten Termine sind bereits dingfest gemacht, obwohl ich noch nicht einmal einen Kalender für 2018 besitze. Doch ich denke, dass dieser in den nächsten Tagen eintrudeln wird.

Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest?

Im Grunde genommen ist es so, dass sich alles verändert. Die Dinge und Umstände verändern sich. Manchmal schneller als man denkt. Das kann ich mit Gewissheit sagen, denn wenn ich mir meinen Lebenslauf anschaue, dann stelle ich fest, dass mein Leben von sehr vielen Wandlungen und Veränderungen gekennzeichnet ist. Das Leben, das ich einst noch führte, führe ich heute nicht einmal mehr im Ansatz. Viele Sachen haben sich gewandelt. Einstellungen. Überzeugungen. Denkweisen. Und auch mein Geschmack hat sich verändert. Vieles von dem, was ich damals gut bzw. überragend fand, ist heute komplett vom Radar verschwunden. Menschen, die mal meinen Weg mit mir beschritten haben, sind in eine andere Richtung gelaufen. Manche Wege haben sich getrennt, weil die eigenen Überzeugungen und Vorstellungen vom Leben nicht mehr miteinander harmoniert haben. Das ist vollkommen in Ordnung und der ganz normale Lauf der Dinge.

Und wenn ich manchmal darüber nachdenke, was die Zukunft bringen könnte, stelle ich mir oft eine Frage. Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Was würde ich machen, wenn die Möglichkeit zu Scheitern nicht in existent wäre? Wenn diese Möglichkeit in meinem Kopf keinen Raum finden würde? Was würde ich dann machen? Natürlich würde ich weiterhin Hochzeiten fotografieren. Jedenfalls solange ich gebucht werde. Aber vielleicht kommt ja irgendwann der Punkt, an dem das nicht mehr der Fall sein wird. Wer weiß das schon?  Und was würde ich dann tun?

Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte? Ich glaube, dass das Problem an der Frage, die Frage selbst ist. Denn wenn man darüber nachdenkt, keine Angst zu haben, kommt sie schon. Man denkt darüber nach, was passieren könnte, wenn man scheitern würde. Dinge zu schreiben, zu sagen und darüber nachzudenken, ist eine ganz andere, als sie wirklich zu tun. Doch man wird nicht schlauer, wenn man nur darüber nachdenkt. Man muss sie tun. Auch auf die Gefahr hin, scheitern zu können. Denn wenn man nur darüber nachdenkt, was man will und was passieren könnte, es aber nie wirklich anpackt, ist man schon gescheitert.

Was würde ich also tun?

Im Zuge dessen kann ich behaupten, bereits des Öfteren gescheitert zu sein. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Ideen gehabt, viel geplant aber nichts wirklich umgesetzt. Dementsprechend bin ich natürlich einige Male gescheitert. Ich könnte jetzt sagen, dass es mir leidtut. Aber dem ist nicht so. Vielmehr ist es so, dass ich heute sagen kann, dass ich nichts von dem wirklich wollte, sondern nur Ideen hätte, von denen ich glaubte – im Ansatz – dass sie erfolgreich sein könnten. Waren sie aber nicht, weil sie nie umgesetzt wurden.

Und vielleicht ist diese Idee, diese Idee von Zwischenzeiten.com auch eine Idee, die nicht funktionieren wird. Allerdings bin ich momentan dabei, diese Idee wirklich zu verfolgen. Die Idee von Norden, vom Wind und vom Meer. Die Idee meiner Heimat, auch wenn die Küste nicht gerade vor der Haustür liegt. Und doch spüre ich dieses Feuer, diese Freude und den Traum von Freiheit, wenn ich ans Meer denke.

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter. Und mit jedem Tag der vergeht, nähern wir uns der kalten Jahreszeit. Dem Winter. Die Hochzeitssaison endet bald und mit ihrem Ende kommt die Zeit, die ich zur Verfügung habe. Ein Blick auf den Countdown meiner Startseite verrät mir, dass ich es noch 82 Tage sind, in der sich dieser Blog zu einem Küstenblog verwandelt haben soll. Und im Folgenden möchte ich Dir verraten, was hier genau passieren soll.

Zwischenzeiten.com – Ein Blog über den Norden, den Wind und das Meer.

Der Norden hat viele Motive. Das Meer viele Geschichten. Die Orte, die sich hier, im Norden befinden, bieten beides. Die Stadt Emden, das Wattenmeer, die Ostsee. Die Menschen, die hier leben. Geschichten, die erzählt werden. Was sollte man sich ansehen? Wo kann man die See besonders gut erleben? Was passiert wo und was darf man auf keinen Fall verpassen? Welche Bücher erzählen die Geschichten, die der Norden schreibt? Das Alles möchte ich hier zusammenfassen. Auf diesem Blog. Auf Zwischenzeiten.com

Natürlich ist das nicht einfach. Und selbstverständlich muss ich über Konzepte nachdenken, die mein Vorhaben finanzieren können. Würde ich das nicht, wäre die Sache schon Geschichte, bevor sie überhaupt angefangen hat. Allerdings ist es auch so, dass das nicht über Nacht funktionieren kann und man natürlich Anlaufzeit, einen langen Atem und vor allem Leidenschaft haben muss. Doch wer losgeht und seine Angst hinter sich lässt, fühlt sich frei. Derjenige fühlt die Freiheit, die man zum Beispiel spürt, wenn man am Meer steht und die Weite vor sich sieht.

Da ich momentan an mein Büro gebunden bin, weil gerade noch so viel zu tun ist, plane ich. Konzepte, Formate und eben auch Produkte, die allesamt eines gemeinsam haben. Den Norden, den Wind und das Meer. Ich möchte mit Unternehmen zusammenarbeiten, die ebenfalls die Liebe zum Norden, zum Wind und zum Meer verspüren. Unternehmen aus der Tourismusbranche. Zum Beispiel. Und ich arbeite gerade an eigenen Produkten und Designs, die ich über meinen Shop verkaufen möchte. Ein Produkt ist zum Beispiel der Hoodie, den Du weiter oben sehen kannst. Mit einem Lieferanten teste ich gerade ein neues Druckverfahren und das erste Produkt – ein Musterstück – soll in den nächsten Tagen ankommen. Mir ist es wichtig, dass die Produkte in meinem Shop von bester Qualität sind und ich möchte nur das verkaufen, was ich selber gerne haben möchte. Alles andere ergibt für mich keinen Sinn.

Alles ändert sich – genieße die Veränderung

Fragst Du mich heute, weiß ich nicht wohin die Reise geht. Und hättest Du mich vor zehn Jahren gefragt, ob ich jemals Hochzeiten fotografieren würde, hätte ich Dich wahrscheinlich ausgelacht. Ich? Hochzeiten? Das kann ich gar nicht. Aber man wächst mit seinen Aufgaben und die alten Überzeugungen führen Dich nie auf neue Wege. Dementsprechend bin ich gespannt auf diesen Weg, seine Richtungen und natürlich auch auf die Fehler und Rückschläge, die ich sicherlich einstecken werde. Und wenn es am Ende doch nicht klappt und alles nicht so läuft, wie ich es mir heute vorstelle, dann kann ich doch sagen: Ich habe es gewagt.

Und natürlich freue ich mich über jeden, der mich auf diesem Weg begleitet und mit mir diese Reise antritt. Nach oben. In den Norden, den Wind und – wenn es nicht zu kalt ist – vielleicht auch mal ins Meer. Zukünftig erwartet Dich hier also eine Menge Zeug aus dem Norden. Fotos, Geschichten, Videos. Und vielleicht auch der ein oder andere Pullover, der Dir hoffentlich genauso am Herzen liegt wie mir?

Wie sieht es also aus? Kommst Du mit mir mit? In den Norden, den Wind und das Meer


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#nordenwindmeer
Typisch Norddeutsch

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